Zupacken – und nicht zaudern!

Gedanken zur Gunzenhäuser Stadtpolitik von Stadtrat Werner Falk (FDP)

FrickPlan

In Frickenfelden soll nach diesem Bebauungsplanentwurf Bauland (58 Parzellen) geschaffen werden. Unten farblich markiert der bestehende Kindergarten.

Der Wohnraum in Gunzenhausen ist knapp. Also muss gehandelt werden, und zwar schnell. Denn: die Nachfrage nach qualitativ guten Wohnungen ist groß. Und sie wird noch größer, wenn die erhofften Zuzüge im Rahmen der Ämterverlagerung dazu kommen. Die Stadt kann die planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit Wohnraum entstehen kann, aber sie wird nicht als Bauherr aktiv sein können. Das darf sie gern denen überlassen, die ihr Geld in „Betonwährung“ anlegen wollen, denn schließlich bekommen sie ja für ihr gutes Geld von ihrer Bank keine Zinsen mehr.

Die Ansätze für mehr Wohnraum sind gut. In der Weißenburger Straße hat die Firma Bosch begonnen, ihr erstes Projekt zu verwirklichen. Ein zweites wird dazukommen. Auch die Bebauung des ehemaligen BGU-Geländes sollte gelingen, wenn auch Einwände vorhanden sind.  Jedem Grundstückseigentümer steht es zu, seine Rechte zu verteidigen. Dazu gibt es ganz klare ordnungspolitische Richtlinien und Verfahren. Die Stadt aber sollte an ihren Vorstellungen festhalten und die Bebauungsgrundlagen schaffen. Natürlich müssen diese verfahrensrechtlich in Ordnung sein. Wenn die Genehmigungsbehörden zustimmen, dann sollte die Stadt auf die Realisierung drängen. Das Gelände liegt schon lange genug brach und wartet darauf, wirtschaftlich sinnvoll genutzt zu werden. Das gilt in ähnlicher Weise auch für das Grundstück an der Osianderstraße, wo früher eine Tiefgarage geplant war. Auch in diesem Fall muss ein ordentliches Verfahren die Zulässigkeit des Projekts (vorgesehen ist der Bau eines Komplexes mit neun Wohneinheiten durch die Firma Bosch-Bauträgergesellschaft) regeln.  Inwieweit darüber hinaus  „sozialer Wohnungsbau“ in der Stadt realisiert werden kann, muss geprüft werden.  Dahinter steht der Wunsch nach bezahlbaren Wohnungen.

Mit der Verlagerung des Landesamts für Schule und der Errichtung einer Außenstelle des Prüfungsamts des Kultusministeriums (bis 2018 sollen rund 120 Mitarbeiter in Gunzenhausen tätig sein) kann die Stadt Gunzenhausen einen großen Erfolg registrieren.  Sicher haben viele an den richtigen Stellschrauben gedreht, aber ich möchte auch die Rolle unseres Bürgermeisters Karl-Heinz Fitz herausstellen, der behutsam (und eben nicht laut fordernd) dafür gearbeitet hat, dass Gunzenhausen zum Zuge gekommen ist. Diese Karte hätte auch verspielt werden können. So aber darf sich Gunzenhausen glücklich wähnen, „Regierungssitz“ zu werden. Wie es weiter geht, dazu gibt es schon konkrete zeitliche Vorstellungen.  Für eine räumliche Zwischenlösung hat der Bürgermeister bereits konkrete Vorstellungen, die aber noch nicht in „trockenen Tüchern“ sind.

Lange hat der Stadtrat nach einem neuem Logo gesucht.  Die ersten Entwürfe von „Profis“ haben nicht den Vorstellungen entsprochen, so dass die Stadt-Mitarbeiterin Mirjam Eischer weitere 23 Gestaltungsvorschläge unterbreitet hat. Auf einen hat sich der Stadtrat mehrheitlich geeinigt. Mir war es wichtig, dass der Zusatz „am Altmühlsee“ den Stadtnamen schmückt. Das haben die Kollegen ebenfalls so gesehen. Wichtig ist, dass das neue Logo universell einsetzbar ist. Es wird wohl in den nächsten zwanzig Jahren gültig bleiben.

Ich freue mich, dass das von mir beantragte Projekt „Seepromenade“ in die Realisierungsphase einmündet. Die Fördermittel sind beantragt worden. Sobald die Zusagen da sind, können die ersten Schritte erfolgen. Ich bin immer noch der Meinung, dass wir die „Seepromenade“ nicht mit einer Vielzahl von neuen Schildern versehen müssen, sondern stattdessen den Verlauf mit einer durchgehenden farblichen Wegmarkierung kenntlich machen sollten. Sicher wird die Beleuchtung ein erster Schritt sein, die Verbindung von  der Stadt zum Altmühlsee aufzuwerten.

Die von den Freien Wählern vorgebrachte Anregung, für die Kurzparker in der Innenstadt eine „Brötchentaste“  nach dem Volkacher Beispiel einzuführen, halte ich für überlegenswert.  Sie besagt, das Parken für 12 bis 15 Minuten kostenfrei zu stellen.  Grundsätzlich bin ich jedoch der Meinung, der Parkgroschen von 20 Pfennig bringt niemanden um und ist daher auch aus sozialen Gründen  vertretbar. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass gerade die Menschen, die wenig Geld in der Tasche haben, es für absolut unnütze Dinge ausgeben.

3 Thoughts on “Zupacken – und nicht zaudern!

  1. Weiß Manfred on 29. Mai 2016 at 18:33 said:

    Grüß Gott, da wir in Kürze nach Gunzenhausen umziehen werden, finden wir als zukünftige Gunzenhäuser den Falk Report mit den neuesten Infos immer sehr interessant. So bleibt man auf dem Laufenden! Ganz herzlichen Dank m.+g. Weiß

  2. Karlheinz Schilder on 30. Mai 2016 at 13:18 said:

    Hallo Werner,

    Pfennigparkgroschen haben wir schon lange nicht mehr und den letzten Satz hättest
    Du Dir sparen können.Da kommt doch wieder die alte FDP durch.

    Gruß Heinz

    • Werner Falk on 17. Juni 2016 at 18:04 said:

      Lieber Karlheinz, der gute alte Pfennig ist mir leider durchgerutscht. Aber in der Sache bleibe ich dabei: 20 Cent kann jeder zahlen. Du weißt selbst, für welchen Mist die Menschen ihr Geld hinauswerfen. Gruß Werner

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