Monthly Archives: Mai 2016

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Freiheitlichkeit nicht opfern!

Erklärung zur Bundes- und Landespolitik von Stadtrat Werner Falk (FDP)

„Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann!“ Das Sprichwort kennt doch jeder. Oder etwa nicht? Horst Seehofer, der bayerische Ministerpräsident, glaubt aber, diese Kunst zu beherrschen. Er betreibt nach anfänglich hoffnungsvollen Ansätzen seit Jahren eine Politik der Beliebigkeit anstelle der Durchsetzung von mutigen Entscheidungen. Er lässt den klaren Kurs vermissen, besonders offensichtlich ist dies in der Energiepolitik.  Der CSU-Chef hat längst Abschied genommen von seinem couragierten Versprechen, Bayern zum WERNER-041Musterknaben der Energiewende zu machen. Belege dafür liefert er am laufenden Band: den Stopp der Windräder, die Verzögerung beim Ausbau der Stromtrassen von Nord nach Süd, die halbherzige Förderung nachwachsender Rohstoffe und der daraus resultierenden alternativen Techniken.

Horst Seehofer will sich nicht festlegen. Er laviert und er verficht diese Strategie bis zum Erbrechen. Richtlinienkompetenz  und politischer Mut sehen anders aus. Er markiert zwar gegenüber „denen in Berlin“  den starken Mann aus dem Süden, aber er bleibt chronisch entscheidungsschwach, weil er konsequente Festlegungen meidet. „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“ hat Churchill gesagt  – und Seehofer scheint ein großer Fan des legendären englischen Strategen zu sein. In seiner Politik ist keine „klare Kante“ erkennbar. Er will keine Wähler verschrecken und läuft lieber den Parolen der AfD  nach. Aber er sollte wissen: Der Wähler bevorzugt das Original! Diese Erkenntnis der letzten Landtagswahlen sollte auch er ernst nehmen.

Noch hält der monolitische CSU-Block in München dicht, denn zu groß sind die Abhängigkeiten der beteiligten Akteure. Nur noch „Austragspolitiker“ wie Erwin Huber, der vormalige Generalsekretär, Staatskanzleichef und Finanzminister, können es sich erlauben, ihre Meinung offen zu sagen, weil  für sie Nachteile hinnehmbar sind. Aber der Widerstand gegen Horst Seehofer köchelt in der CSU, wenn auch auf schwacher Flamme. Wie lange kann Seehofer gegenüber seinen Parteifreunden die Politik nach  der Methode von „Zuckerbrot und Peitsche“  noch fortsetzen? Er diszipliniert seine potenziellen Nachfolger nach Lust und Laune, ja er führt sie bis zur Peinlichkeit öffentlich vor. Markus Söder lässt ihn inzwischen reden und wartet gelassen ab, denn eigentlich arbeitet die Zeit für ihn.

Die große landespolitische Diskussion in Bayern gibt es nicht, weil die Oppositionspartei Nummer 1, die SPD, farblos bleibt. Das lässt erwarten, dass sie ihr 18,5-Prozent-Resultat von 2013 bei der nächsten Landtagswahl in zwei Jahren sogar noch unterschreitet. Die SPD hat es bei ihrer traditionellen Klientel verscherzt, ihr traut keiner mehr zu, standhaft Arbeitnehmerinteressen zu vertreten. Die Ideologen in ihren Reihen sind längst zu den Linken abgewandert, die „Arbeiterklasse“ von einst lässt sich von den AfD-Parolen locken. Von den Grünen kommen auch keine landespolitischen Impulse, die Freien Wähler leben von ein paar Auftritten ihres Landeschefs Aiwanger – vornehmlich in kabarettistischen Sendungen.

Eigentlich wäre Platz für die FDP in der deutschen und bayerischen Parteienlandschaft. Sie begegnet der zunehmenden Sozialdemokratisierung der Unionsparteien mit einem klaren Bekenntnis zu einer freiheitlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.  Der  junge und charismatische FDP-Vorsitzende Christian Lindner erfährt nach Lage der Dinge beachtlichen Zuspruch, er gilt als ein Hoffnungsträger der in Berlin agierenden „politischen Klasse“. Ihm ist es auch gelungen, die Liberalen, die zugleich die Freiheitlichen sind, ins Spiel zurückzubringen. Die Menschen erkennen zunehmend, dass die „großen“ Parteien (nach den letzten Landtagswahlen müssen sie einräumen, dass sie es mit einem Anteil von 12 Prozent gar nicht mehr sind) ihre Konturen verlieren und  nur noch der Machterhalt die „GroKo“  am Leben erhält. Vermisst werden die kontroversen Diskussionen zu den  sich unterscheidenden Gesellschaftsmodellen. Das kann die Chance für die wiedererstarkte FDP sein. Der Wähler honoriert klare Positionen zu den Bürgerrechten, die zu schützen heute wichtiger ist als je zuvor.  Die Freiheitlichkeit steht auf den Fahnen der FDP. Sie steht dafür,  auch in bedrängten Zeiten nicht alle Freiheitsrechte auf dem Altar der inneren Sicherheit zu opfern. Es wäre der falsche Weg, die Angst vor den Feinden der Demokratie und unserer liberalen Gesellschaftsordnung über das Recht der Bürger auf die grundgesetzlich garantierte freie Lebensform zu stellen. Alles andere wäre ein Triumph für die Gegner des liberalen Rechtstaats.  Und den sollten wir ihnen nicht gönnen!

Sarah Zimmerer ist neue Bierkönigin

Altmühlfranken hat gewählt: Votum für die Pleinfelderin

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Von links: Katalin Fürstin von Wrede (Schlossbrauerei Ellingen), Stephan Wittmann (Brauerei Felsenbräu), Kathrin Röthenbacher (Wettelsheimer Bier), Sarah Zimmerer (Altmühlfränkische Bierkönigin 2016/18), Andreas Scharrer (Zukunftsinitiative altmühlfranken), Dietmar Gloßner (Ritter Bier)

Eine sechsköpfige Jury – bestehend aus Vertretern der altmühlfränkischen Brauereien sowie der Zukunftsinitiative altmühlfranken – und das Online-Voting brachten die Entscheidung: Sarah Zimmerer aus Pleinfeld wird am 28. Mai auf dem SeenLandMarkt in Absberg zur neuen Altmühlfränkischen Bierkönigin 2016/18 gekrönt.
Fünf Frauen aus Altmühlfranken hatten ihren Hut in den Ring geworfen und sich als neue Altmühlfränkische Bierkönigin beworben, denn die Amtszeit von Andrea I. endet in diesem Monat. In einem halbstündigen Gespräch hatten die Bewerberinnen Gelegenheit die sechs Jury-Mitglieder für sich zu gewinnen: Katalin Fürstin von Wrede (Schlossbrauerei Ellingen), Kathrin Röthenbacher (Brauerei Karl Strauß), Carolin Tischner (Zukunftsinitiative altmühlfranken) Dietmar Gloßner (Brauerei Ritter St. Georgen), Stephan Wittmann (Brauerei Felsenbräu) und Andreas Scharrer (Zukunftsinitiative altmühlfranken).
Die jungen Damen mussten sich in diesem Gespräch auch Fragen rund um das Thema Bier und zur Region Altmühlfranken stellen. Letztendlich war es ein Kopf an Kopf Rennen. Denn alle Kandidatinnen verkauften sich ausgezeichnet und machten auf die Jury einen hervorragenden Eindruck. So fiel die Wahl dann auch wirklich schwer. Und letztendlich war das Online-Voting das Zünglein an der Waage. Viele Altmühlfranken hatten die Chance genutzt im Internet über ihre Wunschkönigin abzustimmen und vergaben insgesamt nahezu 800 Stimmen. Sarah Zimmerer hatte hier deutlich die Nase vorn und konnte die meisten Altmühlfranken für sich gewinnen.
Über ihre Wahl zur neuen Repräsentantin des altmühlfränkischen Bieres freut sich die 20-Jährige sehr. Sie ist derzeit in Ausbildung zur Erzieherin und besucht die Fachakademie für Sozialpädagogik in Gunzenhausen. Als ihr die Wahl zur Altmühlfränkischen Bierkönigin mitgeteilt wurde, war im Hintergrund auch deutlich die große Freude ihrer Klassenkameraden zu hören.
Nun geht es für die Pleinfelderin erst richtig los. Denn bevor sie am 28. Mai auf dem SeenLandMarkt in Absberg für ihre zweijährige Amtszeit gekrönt wird, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden: als erstes geht es zum Maß nehmen für die fränkische Tracht und dann steht noch das Foto-Shooting für die Produktion der Autogrammkarten an. Denn eine Altmühlfränkische Bierkönigin muss gerüstet sein, wenn ihre Fans an die Begegnung mit „Ihrer Hoheit“ ein Erinnerungsstück wünschen. Und das werden nicht wenige sein.

Verliebt in die Münchner Biergärten

34 Biergärten stellt Buch aus dem SZ-Verlag vor

Im Biergarten schmeckt der heißbegehrte Gerstensaft immer noch am besten. Seit Erfindung des Biergartens nach königlichem Erlass von 1812 tummeln sich die schönsten und romantischsten Biergärten mitten im Münchner Stadtgebiet. „Zefix“-geprüfte Empfehlungen, atmosphärische Bilder und eine echt bayerische Liebesgeschichte: Mit „Münchens schönste Biergärten“ kann der Sommer zum Verlieben kommen.edi_biergaerten_3d_300dpi
Das direkte Verhältnis von Bier und Spaß wurde in München noch nie bestritten. Doch wenn es um die Auswahl der besuchten Biergärten geht, wird es seltsam langweilig. Denn der Münchner und die Münch-nerin kennen meist nur drei Biergärten: den in der Nähe, den in der Nähe des besten Freundes und den beim Arbeitsplatz.
Nach einer Rundreise durch die städtische Biergar-ten-Landschaft entstand die Sammlung „Münchens schönste Biergärten“. 34 Biergärten vom Augustinerkeller über Zum Flaucher bis zum Leiberheim sind hier in Wort und Bild festgehalten. Vorgestellt werden die „Wirtsleit“, die Spezialitäten des Hauses samt Kostenpunkt und auch die ungefähre Anzahl der Sitz-plätze. Anekdoten und Geschichte(n) runden die Porträts ab.
Und doch treten die schönsten Biergärten eigentlich nur in Nebenrollen auf, als Schauplätze eines spätro-mantischen Fotoromans. Denn wie es sich für Zefix gehört, ist neben stimmungsvollen Fotos und nützli-chen Anregungen auch völlig nutzloser Mehrwert entstanden: Die amouröse Verfolgungsjagd eines jungen Paares, die sich durch alle Biergärten zieht, und dazu einlädt, es den beiden gleich zu tun. Und wenn es nur in einem neuen Biergarten ist.
„Münchens schönste Biergärten“ ist ein Danke-schön an die bayerische Lebensart. Und gleichzeitig ist das mit viel Liebe zum Detail gestaltete Buch auch eine einmalige Liebeserklärung, stellvertretend ausgesprochen vom Zefix- Autorenteam Martin Bolle, Markus Keller und Ono Mothwurf. Denn in der baye-rischen Landeshauptstadt kann man vielerorts auch heute noch sein Bier so trinken, wie vor zweihundert Jahren, und sich dabei (immer wieder) neu verlieben.

„Münchens schönste Biergärten“ (Eine Liebesgeschichte),Spätromantischer Fotoroman mit 34 Münchner Biergärten in den Nebenrollen, Pappband mit Fadenheftung, 360 Seiten, 15 x 21 cm,  19,90 Euro, ISBN 978-3-86497-288-1, Süddeutsche Zeitung Edition.

Schnellladestation am kunststoffcampus

Am TSZ  können ab sofort Elektrofahrzeuge „tanken“

Angesichts der Klimaerwärmung, des international steigenden Energiehungers und der begrenzten fossilen Energievorkommen im Bereich Öl, Gas und Kohle werden eine nachhaltige Energieversorgungsstruktur sowie nachhaltige alternative Antriebssysteme für den Verkehr, die auf hocheffizienten Technologien basieren, immer dringlicher. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass auch in Altmühlfranken die Nutzung alternativer Energie- und Antriebssysteme für den Autoverkehr in Form von E-Automobilen weiter

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voranschreitet und die notwendige Ladeinfrastruktur stetig ausgebaut wird. Ein weiterer wichtiger Meilenstein stellt in dem Zusammenhang die Einweihung der neuen Elektro-Schnellladetankstelle am 30. April am kunststoffcampus in Weißenburg dar. Die von der TSZ Weißenburg GmbH als Eigentümerin des Campusgebäudes finanzierte Ladesäule wurde dabei im Rahmen des Tags der offenen Tür am kunststoffcampus von den Vertretern der Hochschule Ansbach sowie im Beisein von Herrn Landrat Wägemann offiziell in Betrieb genommen. Vorrangig genutzt werden soll die Ladesäule zum einen durch die Hochschule Ansbach bzw. zum anderen durch das Landratsamt in Weißenburg, die beide bereits E-Autos als Dienstfahrzeuge im Einsatz haben, sowie auch durch Gäste des kunststoffcampus. Das von der Hochschule Ansbach eingesetzte Elektro-Fahrzeug dient dabei nicht nur der reinen Fortbewegung, sondern auch als Forschungsobjekt für den Studiengang Energiemanagement und Energietechnik. So sind bereits Projekte im Bereich Reichweitenoptimierung, Akkumulatoreneffizienz und Einbindung in das bereits vorhandene Energiespeichersystem der Hochschule geplant. Die TSZ Weißenburg GmbH prüft und testet gerade, ob die eingerichtete E-Tankstelle zukünftig gegen Entgelt auch für die Betankung von privaten E-Fahrzeugen der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden kann und wird diese Nutzung zu gegebener Zeit entsprechend freigeben. Zudem wird derzeit betriebswirtschaftlich auch geprüft, ob der Einsatz einer PV-Anlage zur Erzeugung regenerativ erzeugten Stroms zur Versorgung der der E-Tankstelle eine taugliche Option ist.

Im Anschluss an die Einweihung der Ladesäule bestand für die Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür noch die Möglichkeit, das Innenleben der ausgestellten Elektroautos der Hochschule, des Landratsamtes sowie der Stadtwerke Weißenburg unter die Lupe zu nehmen.