Monthly Archives: März 2016

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„Ertragen können wir sie nicht“

Martin Luthers Haltung gegenüber dem Judentum und die daraus erwachsenen Folgen

Eine Wanderausstellung der Nordkirche für Christlich-Jüdischen Dialog wird am 6. April um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth mit einem Vortrag von Professorin Dr. Ursula Rudnick, Religionswissenschaftlerin an der Leibniz Universität Hannover, eröffnet. Ausgehend vom Leben und Wirken Martin Luthers beleuchtet die Referentin die Haltung Martin Luthers gegenüber den Juden, ihre Folgen im Lauf der Geschichte und fragt nach einem verantwortungsvollen Umgang mit diesem Erbe. Die Ausstellung informiert über Martin Luthers Verhältnis zu Juden und Judentum im historischen und theologischen Kontext an Hand der zentralen Aussagen seiner Schriften zu diesem Thema, darüber hinaus auch über das jüdische Leben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.
Die Ausstellung ist geöffnet an den Sonntagen, 10.04., 17.04., 24.04.16, und Mittwoch 13.04., 20.04., 27.04.16, jeweils 14 – 18 Uhr.

Zum Image unserer Stadt Gunzenhausen

Gedanken von Stadtrat Werner Falk (FDP)

GunzenhausenWaagstraßeBlas 18.05.2012 15-56-47 18.05.2012 15-58-08.2012 15-58-08

DieIdylle der Altstadt offenbart sich in der Brunnenstraße.

Wer auch immer andere Regionen besucht hat, der kommt zurück und macht sich Gedanken zum Image seiner Heimat(stadt).  Freundlich und sympathisch soll sie in der Wahrnehmung durch die Gäste erscheinen. Gunzenhausen  wird meines Erachtens heute als eine vom Seenlandtourismus geprägte Stadt mit einem hohen Wohn- und Erholungswert empfunden.

Überall sehen wir in den Stadtkernen die gleiche Entwicklung: Mehr und mehr verschwinden angestammte Geschäfte. In der einen Stadt  gibt es mehr, in der anderen weniger leere Schaufenster. Wir müssen realistischerweise zur Kenntnis nehmen, dass traditionelle Geschäfte, die wir seit Jahrzehnten kennen, infolge der Veränderungen der Gesellschaft (die Nachkommen suchen andere Jobs) und des Handels (Internet) verschwinden.

Die zentralen Einkaufsquartiere (in Gunzenhausen der Markplatz) werden neue Formen annehmen. Sie gewinnen Gestalt als Erlebnisräume. Die Geschäfte werden die zentralen Elemente bleiben, aber es werden andere dazu kommen (Freiflächen und Häuser als Kommunikationsstätten). Ich denke, das ist ein Trend, den wir auch als verantwortliche Kommunalpolitiker nicht verkennen dürfen. Die gute Verkehrserschließung der Geschäftszonen muss weiterhin als ganz wichtig angesehen werden. Ich möchte nur an die von Hans-Georg Wöhrl in den NN formulierten Gedanken erinnern. Zum Leben im Herzen einer Stadt gehört es, dass das Herz pulsiert. Das bedeutet  für Gunzenhausen ein Nebeneinander von Einbahnverkehr auf dem Marktplatz und von Verweilzonen. Wir hören es immer wieder von Gästen (und es ist auch unser eigenes Empfinden, wenn wir von Auswärts heimkommen), dass der Gunzenhäuser Marktplatz ein Glanzstück ist mit starken empathischen Werten. Das unterscheidet uns durchaus von anderen Städten, in denen die emotionale Bindung der Menschen zu  ihrer „guten Stube“  nicht so ausgeprägt ist.

Wir wissen auch, dass sich eine Stadt mehr denn je darstellen, ja inszenieren muss, wenn sie Aufmerksamkeit erlangen will. Wenn aber ihr Marketing Erfolg haben soll, dann müssen die handelnden Akteure  Geld in die Hand nehmen (können).  In Gunzenhausen  wie auch in anderen Städten ist professionelles Citymanagement gefragt. Es reicht einfach nicht mehr, wenn sich ein Sachbearbeiter in der Verwaltung um die „Events“ kümmert. Dinkelsbühl, Rothenburg und Bad Windsheim haben den Fremdenverkehrsbeitrag eingeführt, der von allen Gewerbetreibenden und Dienstleistenden erhoben wird. Der Gunzenhäuser Stadtrat hat sich zunächst einmal dagegen entschieden und will auf dem Weg der Freiwilligkeit annähend die gleiche Effizienz erzielen. Ob das realistisch ist, muss sich erst noch erweisen.  Möglicherweise  wird man doch noch zu einer Lösung kommen, die mehr Professionalität zulässt. Ohne die aber geht es künftig nicht mehr. Die Städte mit einem kreativen und durchsetzungsfähigen Citymanager, der aus einem ordentlichen finanziellen Fundus schöpfen kann, werden Erfolg haben. Gunzenhausen sollte dabei sein, aber dazu bedarf es eines Stadtmarketingvereins, der neben guten Ideen auch das Geld dazu hat. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das Geld der freiwilligen Mitglieder und Beitragszahler ausreicht, um erfolgreich sein zu können.

 

 

Vorbildlicher Unternehmergeist!

Huber & Riedel hilft den Flüchtlingen

Wie die Firma Huber & Riedel in Gunzenhausen sich in der Flüchtlingshilfe präsentiert, das verdiente öffentliche Anerkennung.  Geschäftsführer Hans Riedel hat interessierte Flüchtlinge, die von der Flüchtlingshilfe Wald betreut werden, in seine Baustoffhandlung eingeladen, um ihnen einen Einblick in das Arbeitsleben zu ermöglichen. Mit seinem Angebot, geeigneten Kräften aus dem Kreis der Asylbewerber zu helfen, ist er ein Vorbild für alle Unternehmer in der Region. Seine Haltung unterscheidet sich von allen Kritikern und Kleingeistern, die stets nur die Probleme mit den Flüchtlingen im Auge haben, obgleich sie nicht einmal persönlich davon in irgendeiner Weise tangiert sind. Die Aktion von Hans Riedel ermuntert – so FDP-Stadtrat Werner Falk – die vielen ehrenamtlichen Helfer und sie ist zugleich ein Vorbild für verantwortliches gesellschaftliches Handeln. Wenn es mehr von diesen Unternehmerpersönlichkeiten gäbe, dann nicht immer nur die Probleme und die Nachteile des Asylantenstroms fürchten, wäre es um unsere Gesellschaft besser bestellt.

Hier noch eine Erklärung der Industrie- und Handelskammer Nürnberg, die sich an die Unternehmer in Mittelfranken gerichtet hat:

Allein im vergangenen Jahr haben die bayerischen Städte und Gemeinden rund 160.000 Flüchtlinge aufgenommen. Viele von ihnen wollen nun arbeiten oder eine Ausbildung beginnen. Aufseiten der Unternehmen werden zugleich händeringend Auszubildende und Fachkräfte gesucht.

Sie können dabei helfen, Flüchtlingen Zukunftschancen in Deutschland zu geben und damit perspektivisch auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Wir wollen Ihnen Mut machen, sich dieser wichtigen Aufgabe zu stellen.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken unterstützt die Betriebe mit dem Seminar „Betriebliche Integration von Flüchtlingen – So gelingt Integration in Ihrem Team“.  Wir laden Sie herzlich zur Auftaktveranstaltung und dem ersten Seminar der Reihe in Weißenburg für AusbilderInnen und Personalverantwortliche ein. Das Seminar richtet sich an Personalverantwortliche und Ausbilder von Unternehmen und gibt unter anderem einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Hilfsangebote für Betriebe und Flüchtlinge. Außerdem möchte das Seminar für Kulturunterschiede sensibilisieren und bei der Überwindung von Sprachbarrieren helfen.

Das Seminar findet statt am Mittwoch, 13. April 2016, von 9 bis 16 Uhr, im „kunstoffcampus bayern“, Richard-Stücklein-Str. 3, 91781 Weißenburg. Die Kosten betragen 35 Euro und beinhalten auch die Verpflegung.

Was ist koscher?

Paul Spiegel gewährt einen Blick in die jüdische Kultur

Was wissen wir über die jüdische Kultur? Eigentlich zu wenig. Wir kennen jüdische Witze und finden es bemerkenswert, wie Juden sich selbst auf die Schippe nehmen. Diese Ironie ist nicht allen Menschen gegeben.Spiegel 001

Paul Spiegel, der vormalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat vor einigen Jahren ein Buch veröffentlicht, das den Titel „Was ist koscher?“ trägt.  Es ist unheimlich interessant, jüdische Kultur und jüdisches Leben kennenzulernen – und lehrreich natürlich dazu. Der Autor bedient sich einer flotten Schreibe, weshalb das Buch für die Jugendlichen angenehm zu lesen ist.

„Geben Sie mir doch bitte vier Scheiben von diesem Fisch“, deutet der Rabbiner im Metzgerladen auf die Vitrine. „Das ist Schinken“, antwortet der verdutzte Verkäufer. Darauf der Rabbiner: „Ich habe Sie nicht nach dem Namen des Fisches gefragt!“  – Das ist einer von den hintersinnigen Witzen.

An dieser Stelle sollen nur einige Facetten des jüdischen Lebens dargestellt werden. Sie sind in der Mitzwot enthalten, in der 613 Ge- und Verbote aufgelistet sind – übrigens 248 Gebote (so viele wie der Mensch Körperteile hat) und 365 Verbote (soviele Tage das Jahr zählt).

Es gibt viele jüdische Gepflogenheiten, die uns rätselhaft erscheinen und etliche können wir gar nicht verstehen, wollen sie schon gar nicht akzeptieren. Beispielsweise die Beschneidung der männlichen Neugeborenen. Am achten Tag nach der Geburt nimmt sie der Mohel, der rituelle Beschneider, nach einer festgefügten Ordnung vor. Die Entfernung der Vorhaut schmerzt zwar, aber die Buben tragen keinen Schaden davon.

Mit 13 Jahren erlebt der Junge die „Bar Mitzwah“. Er wird volljährig im religiösen Sinne. Die Mädchen feiern schon mit 12 Jahren die „Bat Mitzwah“.  Wenn die jungen Menschen später heiraten, dann geht dem Fest eine mindestens 24-stündige Trennung (oft sind es auch acht Tage) voraus. Dem Bräutigam wird von den Männern in der Synagoge der Ehevertrag (Ketuscha) vorgelesen, dann werden Braut und Bräutigam zusammengeführt.  Alles findet unter der Chuppa, dem Traubaldachin, satt, der von vier Männern gehalten wird.  Bevor es an die Feier geht zertritt der Mann ein leeres Glas, was soviel wie „Viel Glück“ bedeutet.  Der Ehemann bekommt keinen Ring, der Frau wird er über den Zeigefinger gestülpt.  Übrigens im jüdischen Glauben gilt es als ein Scheidungsgrund, wenn der Mann seine Frau nicht ausreichend befriedigen kann.

Eine Feuerbestattung ist den Juden verboten. Der Leichnam wird in einem Tuch oder in einer ganz einfachen Holzkiste ins Grab gelegt – und das schon am Tag nach dem Tod. Die engsten Angehörigen zerreißen sich ihr Kleid und tragen es so in den nächsten 30 Tagen. Die Männer scheren sich einen Monat lang die Haupt- und Barthaare nicht, die trauernde Familie verlässt eine Woche lang nicht das Haus. Sie wird in dieser Zeit von Verwandte rundum versorgt.

Der Chassidismus ist jene Bewegung, der Juden angehören, die auf die strenge Einhaltung der Glaubensregeln achten. Sie tragen nicht nur die Kippa (Kopfbedeckung), sondern oft auch ungewöhnliche Hüte. Die Ostjuden bevorzugen einen turmartigen Pelzhut, andere den „Streimel“, einen tellerförmigen, breiten Hut.  Die nichtjüdische Umwelt hat den Juden die Kopfbedeckung aufgezwungen, um sie so kenntlich zu machen, sie zu demütigen und der Lächerlichkeit preiszugeben.  Kenner unter den Juden wissen ganz genau, woher welcher Hutträger stammt. Die kleine Kippa ist in der Regel schwarz, es gibt aber auch farbige Exponate, also bunte gestrickte Käppchen. Sie werden bevorzugt von den national-religiösen Israeliten getragen.  Amerikanische Juden tragen ihr Käppchen nur bei religiösen Anlässen – oder beim Essen.  Die ultra-orthodoxen Juden tragen einen langen Bart mit Schläfenlocken. Weil der elektrische Rasierapparat wie eine Schere funktioniert (und nicht wie ein Messer) ist das Rasieren erlaubt.

Bekannt ist wohl den meisten Menschen, dass die Juden von den Nationalsozialisten gezwungen wurden, den gelben Judenstern an der Kleidung zu tragen. Das aber war keineswegs eine Erfindung der Nazis, denn schon 1215 hatte die katholische Kirche  das Tragen eines gelben Flecks (oder gelben Rings) verfügt. Wir sehen: der Judenhass hat eine uralte Tradition.   –fa-

Paul Spiegel: „Was ist koscher?“, 304 Seiten, Ulllstein-Verlag, ISBN 3-550-07575-8.

 

Schlosspark Dennenlohe ist geöffnet

Die Gartentage sind vom 5. bis 8. Mai

Baron DennenloheSüddeutschlands größter Rhododendronpark mit 26 Hektar und eigenem See rund ums Fernsehschloss Dennenlohe begeistert nicht nur zur Blütezeit von April bis Juni – es gibt die bekannten Schloss- und Gartentage vom 5. bis 8. Mai – Bayerns blühendste Gartenmesse mit über 100 Ausstellern. Konzerte im Park, Lesungen, Führungen im Juli und die neuen Attraktionen runden das Angebot ab und sind ein unvergessliches Erlebnis für Sie.
Der gemütliche Biergarten unter alten Kastanien beim Marstall Wirtshaus, das Orangerie Cafe, das Oldtimer Museum, die Galerie, die neue internationale Gartenbuchbibliothek sowie der Schlossladen sind einen Besuch wert und Sie sollten mindestens 4 Stunden für Ihren Ausflug einplanen.

Schon jetzt können  Sie eine Führung beim „grünen“ Baron buchen. Er freut sich auf Ihren Besuch!
Öffnungszeiten: Werktags 09.00 – 17.00 Uhr: Sonstige Tage 10.00 – 17.00 Uhr; Privatgarten an Privat-
& Klangparktagen 11.00 – 17.00 Uhr

Der Schlosspark ist ab Karfreitag geöffnet (Eintritt 10 Euro Tageskarte)

Kunstausstellung „WortloserRaum“

Vernissage ist am 8. April im Bürgersaal

Margit Breuer: "Kunst mit den vier Elementen"

Margit Breuer: „Kunst mit den vier Elementen“

Vom Samstag, 9. April, bis Dienstag, 31. Mai, ist im Bürgersaal und in der Galerie des Deutschordensschlosses in Wolframs-Eschenbach die Kunstausstellung „WortloserRaum“ von Susanne Wolfsgruber und Margit Breuer zu sehen. Bei der ungegenständlichen Malerei von Susanne Wolfsgruber aus Ansbach ist der einzige Anhaltspunkt für den Betrachter die Wiedergabe der Farbstimmung ihrer Gemälde. Die Faszination die Margit Breuer aus Lichtenau zu ihrer Leidenschaft gebracht hat, ist der Umgang mit den vier Elementen: Aus Erde und Wasser Objekte zu schaffen, um sie mit Luft und Feuer zu härten.

Die Vernissage ist am Freitag, 8. April,  um 19.30 Uhr im Bürgersaal. Veranstalterinnen sind Susanne Wolfsgruber (freie Acrylmalerei) und Margit Breuer (Keramik & mehr).

Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10 bis 12 Uhr, Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Die USA und Europa im Umbruch

 Eine wechselhafte Beziehung im Porträt

2016 wird in den USA gewählt. Der Kampf um Kandidatur und Präsidentenamt geht in die heiße Phase. Ob Hillary Clinton oder Donald Trump − wer schlussendlich ins Weiße Haus einzieht, wird auch für Europa eine große Rolle spielen. Denn: „Amerika stellt die Weichen“ (Lingen Verlag). Die
Herausgeber Jan Philipp Burgard und Bodo Hombach (in Kooperation mit BAPP und CISG) haben eine illustre Schar an Autoren um sichCover Amerika versammelt: Der Band enthält unter anderem Interviews und Beiträge von Frank-Walter Steinmeier, Friedrich Merz, Tom Buhrow, Ingo Zamperoni, Josef Joffe und Christoph von Marschall, die Einblicke hinter die Kulissen des US-Wahlkampfes ermöglichen und die Auswirkungen der Wahl auf den Rest der Welt analysieren. Schon seit dem Ersten Weltkrieg ist das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Europa von entscheidender weltpolitischer Bedeutung. Die Dynamik dieser Beziehung hat sich dabei immer wieder verändert. „Amerika stellt die Weichen“ bietet einen Blick über den Tellerrand. Dieses Buch vereint die Perspektive von deutschen und amerikanischen Experten auf die USA. So beleuchtet US-Botschafter John B. Emerson den Zustand der deutschamerikanischen Beziehungen nach dem NSA-Skandal. Barack
Obamas Europa-Beraterin Karen Donfried analysiert die transatlantische Zusammenarbeit in der Ukraine-Krise. Die New York Times-Chefkorrespondentin Alison Smale beschreibt die aktuelle wirtschaftliche Situation und soziale Stimmungslage einer Supermacht im Umbruch.
Jan Philipp Burgard, Bodo Hombach (Hrsg.): „Amerika stellt die Weichen“, Die Supermacht im Umbruch, Lingen Verlag, Hardcover, 17 x 24 cm, 256 Seiten,  19,99 Euro, ISBN 978-3-945136-64-5

Das Motto: „Gefeiert.Wird.Hier.“

Kalender der Kirchweihsaison 2016 ist erschienen

Ende April beginnt die Kirchweihsaison. Damit niemand den Überblick über die rund 120 Kirchweih-Termine verliert, gibt die Zukunftsinitiative altmühlfranken wie in den vergangenen fünf Jahren wieder einen Kirchweihkalender im praktischen Hosentaschenformat heraus. Mit dem Kirchweihkalender wird jedes Jahr auf die auch heute noch vielerorts hochgehaltenen – alten Traditionen und Bräuche aufmerksam gemacht.

Die Kerwatänzer von Oberhochstatt.

Die Kerwatänzer von Oberhochstatt.

Nach dem „Körwa-Bären“, dem „Huhnertanz“, der Solnhofener „Kirwä-Sau“ und dem Volksfestauftakt in Treuchtlingen mit Gambrinus steht dieses Jahr der Brauch des Kirchweihbaums im Vordergrund. Vielerorts werden die traditionell geschmückten Bäume noch aufgestellt. Einst wurde die Kirchweih durch einen Tanz der Obrigkeit mit einem Mädchen um eine Linde eröffnet, heutzutage beginnen noch immer die Kirchweihpaare zusammen mit dem Oberkirchweihpaar um einen Kirchweihbaum zu tanzen. Traditionelle G´stanzel dürfen hierbei selbstverständlich nicht fehlen.
Der Baum hat seinen Ursprung in den Bräuchen zum Maibaum und galt bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch als Rechtssymbol und Garant für einen friedvollen Ablauf des Kirchenfestes. Diese Bedeutung ist heute jedoch nicht mehr relevant.
Der Kirchweihkalender ist ab sofort kostenlos im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen (Bahnhofstraße 2, Weißenburg i. Bay., Tel. 09141 902-192) erhältlich. Er liegt ebenso bei den Städten, den Verwaltungsgemeinschaften und Gemeinden sowie allen Tourist-Informationen in Altmühlfranken aus. Außerdem kann er online unter www.altmuehlfranken.de eingesehen werden. Dort finden sich auch Informationen zu allen bisher vorgestellten Bräuchen.

„Variationen in Rot“ im Audi museum mobile

 13 klassische Automobile präsentiert Ingolstadt

A161432_x300Die 14 Plattformen des Paternosters im Audi museum mobile in Ingolstadt sind ab sofort neu bestückt. Die Ausstellung „Variationen in Rot“ zeigt nun 13 klassische Automobile der Audi-Unternehmensgeschichte, zudem zwei NSU Quickly Zweiräder und ein Modell des Audi Cabriolets im Maßstab 1:2. Alle Schmuckstücke sind rot lackiert und stammen aus der Historischen Fahrzeugsammlung von Audi Tradition. Sie bieten in dieser Zu­sammenstellung ein einzigartiges Szenario.

Die Museumsbesucher treffen unter anderem auf ein elegantes Horch 420 Cabriolet Baujahr 1931, einen unrestaurierten Wanderer W 25 K Roadster (1936) und einen DKW F 9 (1941) mit besonders aerodynamischer Formgebung. Als Zeuge der jüngeren Vergangenheit ist darüber hinaus der Audi A4 „Panamericana“ zu sehen. In ihm durchquerten Gerhard Plattner, Experte für Langstreckenfahrten, und sein Co-Pilot Norbert Pöchmann 1995 den amerikanischen Doppelkontinent. Sie brauchten dafür lediglich 20 Tage und unterboten den damaligen Rekord um fast dreieinhalb Tage.

Die Exponate sind voraussichtlich ein Jahr lang im Audi museum mobile zu sehen. Das Audi museum mobile ist täglich von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Frankens Beste im ars-vivendi-Verlag

Darunter sind viele preisgekrönte Geschichten

Best of Frankenkrimi_Cover_druckfaehigZehn Jahre ist es nun her, dass eine ungeahnte Erfolgswelle die hiesigen Krimifans mit sich riss, in spannenden, witzigen, verrückten und aufwühlenden Kriminalgeschichten durch die Ordnung der gemütlichen Region rauschte und so manche Leiche im Keller an die Oberfläche beförderte. Zehn Jahre fränkische Bestseller und preisgekrönte Geschichten – das ist für uns ein Grund zum Feiern und der passende Anlass, die beliebtesten Krimiautoren dieses einzigartigen Landstrichs zu würdigen. Norbert Treuheit hat sich dafür durch einen ansehnlichen Bücherstapel gearbeitet und den Lesern die besten fränkischen Kurzkrimis aller Zeiten ausgewählt. Ein Best of-Frankenkrimi und ein echtes Highlight für alle Liebhaber guter Spannungsliteratur.

Die ultimative Frankenkrimi-Anthologie mit den beliebtesten Autoren der Region, vereint in
einem Best-of-Band. Mit Beiträgen von Jan Beinßen, Tommie Goerz, Dirk Kruse, Tessa Korber, Veit Bronnenmeyer, Theobald Fuchs, Horst Prosch, Petra Nacke, Elmar Tannert, Sigrun Arenz, Thomas Kastura, Killen McNeill, Jeff Röckelein, Helmut Vornd.

Norbert Treuheit, Jahrgang 1956,wurde in Fürth geboren und wuchs in Cadolzburg auf. Später studierte er in Erlangen und München, dazwischen arbeitete er zwei Jahre als Dozent an der University of Southampton (England). 1988 gründete er den ars vivendi verlag, startete 2005 die Reihe der Frankenkrimis und initiierte den zusammen mit den Nürnberger Nachrichten ausgelobten »Fränkischen Krimipreis«. Er ist Herausgeber mehrerer Anthologien, u. a. Englische Erzähler des 20. Jahrhunderts (Heyne Verlag), Literarische Streifzüge durch Kneipen, Cafés und Bars, der Reihe Postcard Stories sowie Mitherausgeber der »Edition moderne fränkische Klassiker« im ars vivendi verlag.

„Best of Frankenkrimis“ von Norbert Treuheit (Hrsg.), 14 Crime Stories, Kriminalgeschichten, Broschur, 233 Seiten, ISBN 978-3-86913-655-4, 11,90 Euro, ars-vivendi-Verlag Cadolzburg.