Monthly Archives: Dezember 2015

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Landratsamt verteilt neuen Abfallkalender

Wichtig ist das korrekte Trennen des Mülls

Rund 80.000 Abfallkalender für das Jahr 2016 werden in diesen Tagen an die Haushalte und Kommunen des Landkreises Ansbach verteilt. Auf über 40 Seiten erhalten die Bürgerinnen und Bürger in bewährter Form die Abfuhrtermine für Restabfall, Papiertonne, Gelben Sack und Biotonne sowie ein Abfall ABC.

Der Abfallratgeber informiert über neu gesetzliche Regelungen, die etwa für Elektronik-Altgeräte seit Herbst 2016 gelten. So muss der Handel etwa unter bestimmten Bedingungen ausgediente Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen. Folglich kommt es bundesweit zu einer Vielzahl neuer Rückgabestellen. Die Studentinnen und Studenten der Fachakademie Triesdorf informieren über Gründe und Folgen der Lebensmittelvernichtung und geben Ratschläge zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Zudem wird im Abfallratgeber 2016 darauf hingewiesen, dass sich das korrekte Trennen des Abfalls lohnen kann. Denn wer seinen Restmüll besser trennt und damit reduziert, kann auf bis zu 14 Leerungen pro Jahr verzichten und so beispielsweise bei der kleinsten Tonne bis zu rund 50 Euro pro Jahr einsparen.

Sollten Sie keinen Abfallratgeber erhalten haben, steht die Abfallberatung des Landkreises unter der Telefonnummer 0981-468 2323 gerne mit Rat und Tat zur Seite. Der neue Abfallratgeber liegt im Landratsamt, den Rathäusern der Städte und Gemeinden aus und  ist auch online auf der Internetseite des Landkreises www.landkreis-ansbach.de unter der Rubrik Bürgerservice zu finden.

Essay für mehr Frieden in und mit Europa

Ideen für friedfertige Wege von Prof. Dr. Grzega

Zum Jahresabschluss hat EHP-Leiter Prof. Dr. Joachim Grzega für alle Leser einen Essay zum Nachdenken verfasst. Er trägt den Titel: “Mehr Balance für mehr Frieden – in Sprache und Ökonomie”. Er ist auf deutsch und englisch auf http://www.ehp-online.eu verfügbar und befasst sich mit sprachlichen und ökonomischen Aktivitäten der EU, die Frieden behindern; ferner gibt Ideen für friedfertigere Wege.

 Dr. Joachim Grzega


Dr. Joachim Grzega

Zu diesem Thema bietet sich auch an, an Charlie Chaplins Meisterwerk “Der große Diktator” zu erinnern. Es kam vor 75 Jahren heraus. In der Schluss-Szene geht es ebenfalls um den Aufruf zu einem friedfertigeren Verhalten. Die Hauptfigur ist ein jüdischer Friseur, der aufgrund des äußerlichen Aussehens mit dem Diktator Hynkel (eine Parodie auf Hitler) verwechselt wurde. Er soll nun eine Rede vor dem Volk halten und sagt Folgendes: “Es tut mir leid, aber ich möchte nun mal kein Herrscher der Welt sein, denn das liegt mir nicht. Ich möchte weder herrschen noch irgendwen erobern, sondern jedem Menschen helfen wo immer ich kann; den Juden, den Heiden, den Farbigen, den Weißen. Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des Anderen teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen es nur wieder zu leben lernen! Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet, und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderben und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehengeblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten, und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert. Aeroplane und Radio haben uns einander nähergebracht. Diese Erfindungen haben eine Brücke geschlagen von Mensch zu Mensch, die erfassen eine allumfassende Brüderlichkeit, damit wir alle Eins werden. Millionen Menschen auf der Welt können im Augenblick meine Stimme hören. Millionen verzweifelter Menschen, Opfer eines Systems, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unschuldige zu quälen und in Ketten zu legen. Allen denen, die mich jetzt hören, rufe ich zu ‘Ihr dürft nicht verzagen!’. Auch das bittere Leid, das über uns gekommen ist, ist vergänglich. Die Männer die heut die Menschlichkeit mit Füßen treten, werden nicht immer da sein! Ihre Grausamkeit stirbt mit ihnen, und auch ihr Hass…”

N-ERGIE fördert Engagement für den Klimaschutz

Fördertöpfe auch 2016 mit 800.000 Euro gefüllt

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft unterstützt seit 1996 mit ihrem CO2-Minderungsprogramm ihre Kunden in Nürnberg und in der Region, die aktiv zum Klimaschutz beitragen. 2016 werden die Fördertöpfe neu gefüllt: Insgesamt 800.000 Euro stehen bereit.

„Mit unserem CO2-Minderungsprogramm belohnen wir das persönliche Engagement unserer Kunden für ein besseres Klima. Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen und genau das wollen wir unterstützen“, erläutert der N-ERGIE Vorstandsvorsitzende Josef Hasler. „Im laufenden Jahr haben wir mit unserem Förderprogramm wieder mehr als 3.000 Maßnahmen finanziell unterstützt. Zusammengenommen sparen unsere Kunden dadurch etwa 6.800 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein“.

Stromeffizienter Haushalt
Auch der Förderposten „Stromeffizienter Haushalt“ wird 2016 neu aufgelegt: Ab dem 1. Januar erhalten Kunden, die ihren alten Kühl- oder Gefrierschrank, ihre Wasch- oder Geschirrspülmaschine, oder ihren Wäschetrockner gegen ein neues hocheffizientes Haushaltsgerät austauschen, wieder einen Zuschuss in Höhe von 30 Euro.

Einbau effizienter Heizsysteme
Je effizienter, das neue Heizsystem, desto höher die Förderung durch die N-ERGIE: Wer von der Heizung mit Öl, Kohle, Koks oder Elektrospeicher auf Erdgas-Brennwerttechnik, Erdgasbrennwerttechnik mit Solarthermie oder eine Wärmepumpe umsteigt, wird je nach Effizienzklasse des neuen Systems mit bis zu 600 Euro unterstützt. Auch die Installation einer solchen Anlage im Neubau wird entsprechend gefördert.

Den Anschluss an die Nürnberger Fernwärme bezuschusst das Programm je nach Anschlussleistung der Gebäude mit bis zu 1.500 Euro.

Elektromobilität und regenerative Energieerzeugung
Weiterhin unterstützt die N-ERGIE im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms unter anderem die Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie die Energieerzeugung aus Wasserkraft und KWK-Anlagen.

Neben Photovoltaik-Anlagen werden erstmals auch Stromspeicher gefördert, die an bereits bestehende Anlagen angeschlossen werden – egal, ob sich Kunden für den Kauf oder die Miete über die N-ERGIE entscheiden.

Informationen zum Programm
N-ERGIE Kunden, die sich für eine Förderung aus dem CO2-Minderungsprogramm interessieren, sollten darauf achten, dass bei einigen Förderpositionen der Antrag vor Durchführung der Maßnahme gestellt werden muss.

Alle weiteren Informationen sind ab Januar 2016 auf der Internetseite der N-ERGIE oder in der im N-ERGIE Centrum ausliegenden Broschüre zu finden.

Wolfgang Rathsam mit 102 Jahren gestorben

Er war Ehrenmitglied des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen

Mit Trauer nehmen wir Kenntnis vom Ableben unseres Ehrenmitglieds Wolfgang Rathsam im Alter von 102 Jahren. Wir werden ihm am Mittwoch, 30. Dezember, um 13.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Gunzenhausen auf seinem letzten Weg begleiten.Rathsa, 006

Der gebürtige Wettelsheimer war von 1935 bis 1975 am Finanzamt Gunzenhausen tätig. Neben seiner beruflichen Tätigkeit fand er aber in der Nachfolge des Reichslimeskommissars Dr. Heinrich Eidam seine Erfüllung in der ehrenamtlichen Forschertätigkeit. Die römische Geschichte unserer Region hat ihn stets beschäftigt. In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalschutz hat er etliche Grabungen durchgeführt und Bodenfunde ausfindig gemacht, beispielsweise den römischen Inschriftenstein in Gnotzheim aus dem Jahr 144 n.Chr. und das Mithras-Heiligtum in Wachstein. Seine Erkenntnisse hat er nicht für sich behalten, sondern sie einer breiten Öffentlichkeit mit Beiträgen im „Altmühl-Boten“, dem „Heimat-Boten“ und in „Alt-Gunzenhausen“, der Publikation des Vereins für Heimatkunde, zugänglich gemacht. Wegen seiner Forschungen zur Vorgeschichte und Römerzeit hat er sich bleibende Verdienste um die Stadt erworben. Zudem hat er im Schrenk-Verlag des Buch „Die Römer im Gunzenhäuser Land“ veröffentlicht. Seine Sammlung von einigen hundert Bodenfunden hat er frühzeitig der Stadt übergeben, die sie im Museum für Vorgeschichte präsentiert. Es bereitete ihm stets viel Vergnügen, junge Menschen an die römischen Stätten zu führen und sie für die Geschichtsforschung zu gewinnen.

Wolfgang Rathsam, der nach dem Tod seiner Frau 1977 zunächst in der Austraße lebte, durfte sich in den letzten Jahren der fürsorglichen Betreuung im Burkhard-von-Seckendorff-Heim erfreuen. Seine zwei Söhne Dieter und Karl-Heinz und ihre Familien durften mit ihm am 6. März 2013 den 100. Geburtstag  feiern.

Der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen, dessen Ehrenmitglied er seit 1974 war,  hat ihm viel zu verdanken.  Seine Mitglieder widmen ihm diesen Nachruf und ein bleibendes Andenken.

Werner Falk, Vorsitzender

„Alt-Gunzenhausen“ neu erschienen

 70. Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde seit 1923

Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten ist „Alt-Gunzenhausen“, das Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen, erschienen. Zwölf Beiträge von zehn Autoren beleuchten die lokale Historie auf 272 Seiten. Das erste Exemplar überreichte Vorsitzender Werner Falk im Rathaus an Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Die seit 1923 Jahren erscheinende Publikation wird von der Stadt finanziell gefördert.

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Das neue Jahrbuch „Alt-Gunzenhausen“ präsentierten Vorsitzender Werner Falk (rechts) und sein Stellvertreter und Stadtarchivar Werner Mühlhäußer (links) Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

„Unser Schriftleiter und 2. Vorsitzender Werner Mühlhäußer ist zugleich der Stadtarchivar. Das ist eine Personalunion, die der Stadt und dem Verein nützt.“ Bei der Vorstellung des 70. Jahrbuchs hob der Vorsitzende hervor, dass die Autoren von „Alt-Gunzenhausen“ alle unentgeldlich forschen und schreiben. „Indem sie immer wieder neue Facetten der Stadt- und Regionalgeschichte darstellen, verdienen sie öffentliche Anerkennung und Respekt“, betonte der Vereinsvorsitzende. Er dankte auch dem Bezirk Mittelfranken, Landrat Gerhard Wägemann und der Sparkasse Gunzenhausen für die immerwährende Unterstützung. Der 305 Mitglieder zählende Geschichtsverein sei stets bemüht, neue Freunde zu gewinnen. Falks Werbetrommel: „Die Jahresgabe Alt-Gunzenhausen gibt es für unsere Mitglieder gratis. Das ist ein einmalig günstiges Angebot bei einem Jahresbeitrag von nur 18 Euro.“
Dass die Beiträge wissenschaftlich fundiert sind, das ist für Werner Mühlhäußer das Qualitätsmerkmal von „Alt-Gunzenhausen“. Dem Stadtarchivar gelingt es immer wieder, dem Verein neue Autoren zuzuführen und den „Stamm“ bei der Stange zu halten. Er begleitet die Autoren fach- und sachkundig.
Zum Inhalt der Publikation
Zur Finanzierung drohender Kriege, vornehmlich zur Abwehr der „Türkengefahr“ hat Kaiser Maximilian I. 1495 den „Gemeinen Pfennig“ eingeführt. Werner Kugler greift den damals auf vier Jahre begrenzten „Soli“ auf und erläutert am Beispiel der Heidenheimer Klosteruntertanen die steuerliche Belastung, zudem veröffentlicht er die Steuerlisten von 43 Orten.
Ein Gemälde von 1606 interpretieren Karl Rieger und Hermann Thoma („Die missglückte Sauhatz des Grafen von Graveneck, Pfleger von Arberg“). Es befindet sich im Markgrafenmuseum Ansbach und zeigt szenische Darstellungen der Saujagd. Die Autoren verorten das Ölbild des unbekannten Malers in die Landschaft zwischen Kemmathen und Großlellenfeld.
Hermann Thoma, der sich in den Jahrbüchern 2005 und 2006 mit den „Hexenverfolgungen im Oberen Stift des Hochstifts Eichstätt“ befasst hat, fügt 2015 einen Teil III hinzu und widmet sich ausgiebig dem Schicksal der Apollonia Veit aus Ornbau, die 1616 durch das Schwert hingerichtet und verbrannt wurde. In einer Kastenamtsrechnung hat er im Untertitel „Henkerkosten“ die Geschichten von 18 weiteren Frauen gefunden und zeichnet ihre „Straftaten“ akribisch auf. Thoma hofft, dass sich die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zu einer umfassenden wissenschaftlichen Aufarbeitung der Hexenverfolgungen durchringen kann.
Die mittelalterlichen Herrschaftsverhältnisse im Mittelalter beschreibt Siglinde Buchner in ihrem Beitrag „Dittenheim und Sausenhofen, ihre Dorfherren und ihre vergessenen Turmburgen“. Die Grafen von Oettingen und die Marschälle von Pappenheim teilten sich die Untertanen untereinander auf. Es waren keine Wehranlagen und Schlösser, sondern Wohnanlagen, deren Standorte sie verortet.
Siglinde Buchner, die auch ehrenamtliche Archivpflegerin des Landkreises ist, erläutert die 13 Blätter der „Dorfordnung von Gnotzheim aus dem Jahr 1662“, die noch im Original vorliegt. Im „Gericht-Buch“ geht es um alte Flurnamen, die heute noch gebräuchlich sind (Furzwiesen, Wolfsbuck, Galgenwiese), aber auch um Vieh- und Gänsehirten.
„Die Pfarrei Degersheim und ihre Gemeindeglieder am Ende des 17. Jahrhunderts“ listet Werner Kugler auf. Er kann sich auf ein Familienregister aus dem Jahr 1692 stützen. Es enthält alle Namen der Gemeindeglieder, auch die Zahl der Kinder, Mägde und Knechte. Angelegt hatte es Pfarrer Ernst Heinrich Friedlein, der auch in Meinheim und Ursheim tätig war.
„Die Gemeindeflur der Stadt Gunzenhausen und ihre Verwaltung im 19. Jahrhundert“ beschreibt Werner Neumann anhand der Flurordnung von 1820. 2662 Menschen lebten 1852 in der Stadt, 45 davon in den Einöden Weinberg, Lohmühle (früher: Bettelmühle), Reutberghof, Leonhardsruh, Walkmühle und Fallhaus. Er stellt den Flurer vor, der nicht nur den Felddieben auf der Spur war, sondern auch auf die Einhaltung der Grenzen achtete.
2015 beging die Stadt das Jubiläum „150 Jahre Eisenbahn“. Jürgen Huber zeichnet in seinem Beitrag „Der frühe Eisenbahnanschluss von Gunzenhausen“ die Geschichte der Bahn und des Bahnhofs nach. 1849 war die Strecke Gunzenhausen Augsburg-Hof durchgehend befahrbar. 2100 Arbeiter waren eingesetzt. Sie bevölkerten Gunzenhausen, das zu dieser Zeit gerade einmal 2700 Einwohner hatte. Bayerns König Max II. unternahm auf der Strecke Donauwörth-Gunzenhausen seine erste Eisenbahnfahrt. Um 1895 passierten täglich 45 Züge den Bahnhof. Der letzte Personenzug auf der Strecke Nördlingen-Gunzenhausen verkehrte 1985, der Güterverkehr endete 1994.
„Gemeinderecht, Gemeinheitsteilung, Flurbereinigung“. Das ist der Titel von Dr. Adolf Meiers Beitrag über die Nutzung der Flur in den Beispielsgemeinden Windischhausen, Heidenheim, Hechlingen, Hohentrüdingen, Gnotzheim, Ornbau und Mitteleschenbach. Er berichtet von der Mitteleschenbacher Dorfordnung von 1529 und erzählt die Episode, wonach es bei einer Strafe von zwei Gulden verboten war, vor dem Bartholomäustag Waldobst (Holzbirnen und –äpfel) „herabzuschütteln“. Dem Flurer war ausdrücklich das Recht zugesprochen, das Geld in der bischöflichen Gastwirtschaft zu vertrinken.
Das segensreiche Werk der Franziskanerinnen in Gunzenhausen würdigt Günter Dischinger („Das Franziskanerinnenkloster Gunzenhausen 1921-2013“). Zur Stammbesatzung gehörten in 92 Jahren 22 Schwestern, davon sechs Oberinnen.
Was hat der Schriftsteller Thomas Mann mit der Stadt an der Altmühl zu tun? „Thomas Mann, Gunzenhausen und die Rote Hilfe“ ist der Titel einer Geschichte von Dr. Martin Weichmann, die hier zu Lande das erste Mal zu lesen ist. Drei Gunzenhäuser Burschen hatten 1931 ein ketzerisches Lied gesungen und waren dafür eine Woche im Gefängnis gelandet. Über den Vorfall berichtete seinerzeit nicht der Altmühl-Bote und auch nicht das NS-Organ „Der Stürmer“, wohl aber das kommunistische „Tribunal“ in Berlin. Und woher rührt die Beziehung zum berühmten Schriftsteller? Thomas Mann hatte sich wiederholt gegen die missbräuchliche Anwendung des Gotteslästerungsparagrafen als Mittel zur Beschneidung der Meinungsfreiheit gewandt. So gelangte ihm auch der Vorgang in Gunzenhausen zur Kenntnis, über den das kommunistische Berliner Wochenblatt schrieb: „In Gunzenhausen haben Genossen einen Strafbefehl über eine Woche Gefängnis erhalten, weil sie durch Absingen des so populär gewordenen Lieds „3 Vaterunser bet´ ich nicht, an einen Herrgott glaub` ich nicht“ Gotteslästerung begangen haben sollen.“
„Die Katastrophe vom 16. April 1945“ titelt Werner Mühlhäußer und schildert den Bombenangriff auf Gunzenhausen, dem nach verlässlichen Angaben 141 Menschen zum Opfer fielen. In bisherigen Angaben war von 163 bis 160 Toten die Rede. Erstmals wird die vollständige Opferliste veröffentlicht. Fliegerangriffe hatte es zuvor schon im April 1941 und im Februar 1944 sowie in den ersten Monaten 1945 gegeben. Zu Schaden kamen dabei auch 358 Gebäude, davon wurden 24 völlig zerstört.
„Alt-Gunzenhausen“ , herausgegeben vom Verein für Heimatkunde Gunzenhausen, ist für 15 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Neubau der Zweifachturnhalle in Weidenbach

Vertragsunterzeichnung zur Regelung der Rechtsbeziehungen

Die über 40-Jahre alte Einfachsporthalle des Marktes Weidenbach ist inzwischen für den Schulsport in Weidenbach/Triesdorf zu klein und stark sanierungsbedürftig. Im Rahmen eines Gesamtraumprogrammes für Hallensportstätten für den Schulsport in Weidenbach/Triesdorf werden der Landkreis Ansbach und der Markt Weidenbach eine neue Zweifachsporthalle errichten. „Der Landkreis Ansbach und der Markt Weidenbach arbeiten im Bereich des Schulsports seit Jahren eng zusammen. Ich freue mich, dass wir den Schülerinnen und Schülern der Markgrafengrundschule Weidenbach, des Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Ansbach/Triesdorf sowie der Fachoberschule und der Berufsoberschule in Triesdorf mit dem Bau der Zweifachturnhalle neue Möglichkeiten zur Ausübung des Schulsportes bieten können. Ebenso werden die Studentinnen und Studenten der Hochschule Triesdorf von den neuen Räumlichkeiten profitieren. Für sie ist eine Nutzung zur Freizeitgestaltung vorgesehen“, so Landrat Dr. Ludwig.

Die Vertragsverhandlungen zur Regelung der Rechtsbeziehungen sowie der Finanzierung für den Neubau der Zweifachturnhalle zwischen dem Landkreis Ansbach und dem Markt Weidenbach sind abgeschlossen und wurden durch die politischen Gremien des Landkreises und des Marktes Weidenbach beschlossen. Der Landkreis Ansbach wird sich an den Kosten für einen Hallenteil der Zweifachsporthalle beteiligen und erhält entsprechende Nutzungsrechte. Der Bau der Halle wird 2016 begonnen und 2017 abgeschlossen.

Die Vertragsunterzeichnung durch  Bürgermeister Gerhard Siegler und  Landrat Dr. Jürgen Ludwig  ist am Dienstag, 29. Dezember 2015.

Den Menschen mit Leib, Herz und Verstand ansprechen!

Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries 2016

„Von Mut bis Barmherzigkeit – Menschliche und spirituelle Grundhaltungen eines Jüngers Jesu“ – So lautet der Vortrag von Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg bei einer der ersten der fast Tausend Veranstaltungen im Programmheft der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries. Die diesjährige Epiphanietagung vom 3.-6.1.2016 im Bildungshaus St. Ulrich in Hochaltingen steht unter dem Motto „Evangelisation – Das Abenteuer der Jüngerschaft Jesu“.

Vorsitzende Walburga Mehl

Vorsitzende Walburga Mehl

Das Thema Barmherzigkeit als christliche Tugend, aber auch als Forderung, ja als Herausforderung für uns heutige Menschen durchzieht das ganze Programm der KEB Donau-Ries. Die Zentralen Veranstaltungen und auch viele der Veranstaltungen in den Pfarreien des Landkreises stehen im Zeichen des Hl. Jahres der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus am 8.12.2015 eröffnet hat.
Daneben gibt es aber auch Vorträge und Seminare zu vielen anderen Themen von A wie „Altern hat seine Zeit“ in Donauwörth bis Z wie „Mit Schwung in die Zukunft“ in Deiningen.
In den Eltern-Kind-Gruppen werden Tipps gegeben, wie man mit den Jüngsten singen, spielen, basteln und die Natur entdecken kann. Die zahlreichen Frauengruppen greifen verschiedene aktuelle Themen auf oder vermitteln neue Kenntnisse und Fähigkeiten z. B. bei einem Teeseminar. Bei Bildungsfahrten in die nähere und weitere Umgebung, wie auch in den vielen Seniorenkreisen kommt auch die Seele nicht zu kurz, denn die meisten Veranstaltungen sind keine reinen Schulungs- oder Informationsveranstaltungen, sondern sie wollen immer den ganzen Menschen ansprechen mit Leib, Herz und Verstand.
Alle Veranstaltungen stehen für die interessierten Besucher aus dem Landkreis und der näheren Umgebung offen. Zum Jahreswechsel wird das Programmheft 2016 der KEB Donau-Ries in allen katholischen Pfarreien des Landkreises verteilt.

Das komplette Programm der Katholischen Erwachsenenbildung Donau-Ries ist auch im Internet unter www.keb-donau-ries.de abzurufen, teilt  Vorsitzende Walburga Mehl aus Reimlingen mit. Sie ist übrigens die Schwester des Gunzenhäuser Tierarztes Dr. Wolfgang Mehl.

Mit neuem Messekonzept auf Consumenta

33 Consumenta-Besucher freuten sich über Gewinne aus Altmühlfranken

1.200 Besucher nahmen am Gewinnspiel der Zukunftsinitiative altmühlfranken des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen auf der Consumenta 2015 teil. Nun war es endlich soweit: 33 glückliche Gewinner erhielten ihre Preise.

Die Gewinner mit Landratsvize Robert Westphal (links)

Die Gewinner mit Landratsvize Robert Westphal (links)

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen präsentierte sich im Oktober 2015 auf der Consumenta in Nürnberg – der größten Publikumsmesse Bayerns – mit neuem Messekonzept. Ein neues Standdesign griff das farbenfrohe Altmühlfranken-Logo auf und erstmals schlossen sich regionale Unternehmen, Dienstleister und Kommunen dem Landkreis an, um gemeinsam auf einer Fläche von ca. 280 m² Altmühlfranken zu präsentieren.
Erstmals wurde den Messebesuchern des Landkreis-Standes auch die Teilnahme an einem Gewinnspiel ermöglicht. Hierzu mussten sie folgende Frage beantworten: „Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist auch bekannt als…?“ Natürlich war die richtige Antwort: „Altmühlfranken – der starke Süden“. Über 1.000 Teilnehmer setzten ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle und wanderten in den großen Lostopf aus dem die 33 glücklichen Gewinner gezogen wurden.
Mitte Dezember war es dann soweit: im Foyer des Landratsamtes in Weißenburg erhielten die bis aus Nürnberg angereisten Gäste persönlich durch Herrn Robert Westphal – als stellvertretenden Landrat – ihre Gewinne überreicht. Alle waren glücklich und freuten sich sichtlich über die vorgezogene weihnachtliche Bescherung. Die regionalen Präsente aus Altmühlfranken wurden dabei von den beteiligten Messepartnern zur Verfügung gestellt. Viele der Gewinner versprachen auch 2016 Altmühlfranken wieder einen Besuch abzustatten. Sei es auf der Consumenta oder durch einen „echten“ Besuch der zahlreichen „Sehenswürdigkeiten“ im Landkreis.

Unternehmertreff bei ASG in Gunzenhausen

Das junge Unternehmen hat den Deutschen Innovationspreis bekommen

Zu einem  Unternehmertreffen mit Firmenbesichtigung bei Actuator Solutions GmbH in  Gunzenhausen  (www.actuatorsolutions.de) hat das  Unternehmernetzwerkes Region Hesselberg AG für Donnerstag, 28. Januar 2016,  18.30 Uhr, in die  Richard-Stücklen-Straße 19 eingeladen.

Die Actuator Solutions (ASG) entwickelt und fertigt Aktuatoren im Telekommunikationsbereich, der Medizintechnik und in der Automobilindustrie. Neben bestehenden Produkten in der Steuerung und Regelung von Flüssigkeiten und im Bereich der Mikroaktuatorik entstehen in der ASG auch hoch innovative Stellelemente und Antriebe für Prothesen und Endoskope. Extrem dünne Drähte können aufgrund ihrer Formgedächtnislegierung Ihre Länge ändern, sobald sie über eine Schalttemperatur erwärmt werden. Dieser Effekt wird für leichte, kleine, leise und sehr sparsame Stellelemente genutzt, die sich im Fahrzeugsitz, der Kaffeemaschine wie auch in der Handykamera oder dem Spielzeug wiederfinden.

Mit seinem Aktuator für Handykameras gewann ASG den Deutschen Innovationspreis 2014 in der Kategorie Mittelständische Unternehmen und wurde 2014 auch als TOP 100 Innovator ausgezeichnet. Geschäftsführer Markus Köpfer wird das Unternehmen vorstellen.

Vorankündigung: 25. Februar 2016: Großer Empfang der Wirtschaft im Landkreis Ansbach 2016 / Hesselberghalle Wassertrüdingen Ab sofort können Sie sich direkt auf unserer Anmeldeseite unter http://unternehmernetzwerk-hesselberg.de/?post_type=events&p=1552 anmelden!

„Brombachseer“ als Publikumsrenner

Kirschen profilieren weiter das Fränkische Seenland

Mit dem „Brombachseer BergKirsch“ und dem „Brombachseer KirschFeuer“ sind jetzt gleich zwei Produkte der Manufaktur-Linie „Echt Brombachseer“ wegen der hohen Konsum-Nachfrage ausverkauft.
Beide Produkte wurden als Neukreationen mit einer zwar hohen, aber dennoch vorsichtig kalkulierten Startmenge erzeugt. Während der zu den Dessertweinen zählende BergKirsch – am Brombachsee auch als Kirsch-Sherry bezeichnet – bereits im Frühjahr nach der zeitlich notwendigen Fassreife wieder zur Verfügung stehen wird, kann das „Brombachseer KirschFeuer“ – also der Kirschglühwein – erst wieder im nächsten November rechtzeitig zu Beginn der Advents- und Weihnachtsmärkte genossen werden!Brombachseer2

Der große Erfolg beim „Brombachseer KirschFeuer“ war überall auf den Weihnachtsmärkten zu spüren, wo er unter anderem angeboten wurde. So haben sich zahlreiche Besucher vor allem auf den Märkten von Spalt, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Oettingen und Wolframs-Eschenbach über den aromatischen Geschmack des ausschließlich aus Brombachseer Kirschen der diesjährigen Ernte bestehenden Glühweins begeistert gezeigt. Und etliche Besucher aus dem Nürnberger Raum mussten enttäuscht werden, dass dieser heimische Kirsch-Glühwein nicht auch bereits auf dem Nürnberger Christkindels-Markt angeboten wurde.
Immerhin kann man aber den alkoholfreien „Brombachseer KirschTraum“ noch beziehen, der ebenfalls eine sehr gute Resonanz gefunden hatte. Beide Produkte haben damit aber auch unter Beweis gestellt, dass man auch aus heimischen Früchten und erntefrisch verarbeitet, ausgezeichnete Wintergetränke erzeugen kann, die sich auf diesem sehr heiß umkämpften Markt im ersten Jahr sogar respektabel behaupten konnten.
Für das kommende Jahr werden daher nicht nur diese beiden nun gut eingeführten Produkte verfügbar sein, sondern die Produktpalette wird evtl. um ein oder zwei weitere Glühweinvarianten aus Echt Brombachseer Früchten erweitert. Denn die Sortenvielfalt unserer Obstgärten ermöglicht noch sehr viel mehr Varianten an Regionalspezialitäten. Aber es ist ein vielversprechender Anfang gemacht worden und der Name des Brombachsees steht jetzt auch für eine umfassende Produktvielfalt.
Neben dem KirschFeuer ist schon vor einigen Tagen auch der sehr gut eingeführte BergKirsch zur Neige gegangen, so dass momentan aus der Reihe der Sherry-Linie nur noch der BergApfel als ebenfalls fruchtbetonter regionaler Aperitif zur Verfügung steht. Aber auf den neuen BergKirsch muss nicht sehr lange gewartet werden, denn die neue Ernte reift in den Fässern und wird im zeitigen Frühjahr abgefüllt werden können.
Es ist erkennbar, dass mit den „Echt Brombachseer-Produkten“ der Region ein wertvoller und gerne nachgefragter Imageträger erwachsen ist. Und es sind nun schon neun unterschiedliche Regionalspezialitäten, die unter diesem Markennamen das Profil des Fränkischen Seenlandes stärken.

Dieter Popp, Regionalberater