Monthly Archives: Oktober 2015

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Reise in das „Reich der Mitte“

Neue Bildband ist im Kunth-Verlag erschienen

china kunthTradition und Moderne bilden in China einen harmonischen Einklang und begeistern mit einer unverwechselbaren Kultur. Zeugnis davon legen nicht nur die Prachttempel in Peking oder die kaiserliche Terrakotta-Armee in Xi’an ab, sondern auch die charmanten kleinen Orte am Jangtse. Im Kontrast dazustehen die modernen Megacities wie Shanghai und Hongkong, die längst einen ganz eigenen Kosmos bilden.

Das gigantische Land begeistert Besucher aber auch mit seiner atemberaubenden Natur, die sich in den Nebelbergen geheimnisvoll oder in der Taklamakan-Wüste unendlich weit zeigen kann.

Der Band enthält brillante Farbbilder, informative Texte zu den Provinzen und Sehenswürdigkeiten.
Detaillierter Reiseatlas (ISBN 978-3-95504-126-7, 576 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag; Format 23,1 x 29,5 cm, 49,95 Euro.

LEADER fördert die Musik

Lokale Aktionsgruppe Altmühlfranken bringt erstes Projekt auf den Weg

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Am Weißenburger Bahnhof hat der Umbau bereits begonnen. Hier entsteht ein Leader-Projekt.

Im März 2015 hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Altmühlfranken die offizielle Anerkennung als LEADER-Region erhalten. Die Entscheidung, ob ein Projekt EU-Gelder aus dem LEADER-Topf erhält, muss zunächst in den Regionen selbst getroffen werden. Das Entscheidungsgremium in Altmühlfranken ist der Steuerkreis, in dem neben 8 Vertretern von Gemeinden und Landkreis auch 16 sogenannte Wirtschafts- und Sozial-Partner Mitglied sind. Diese repräsentieren von der Landwirtschaft über den Tourismus bis hin zu Wirtschaft und Kultur eine breite Themenvielfalt. Bewertet werden die zur Förderung beantragten Projekte anhand einer Kriterienliste. Für alle Projekte gilt damit die gleiche Bewertungsgrundlage.
Erstmals kam der Steuerkreis der LAG nun zusammen, um über ein konkretes Projekt zu beraten. Antragsteller ist die Sing- und Musikschule Weißenburg e. V., die das Bahnhofsgebäude in Weißenburg zum Musikbahnhof umbauen möchte. Künftig sollen dort Probenräume für den Bereich Rock und Pop entstehen. Ein Schlagzeugraum sowie ein Veranstaltungsraum in der ehemaligen Gepäckaufbewahrung ergänzen das Angebot. Das Konzept hat den Steuerkreis überzeugt.
Kosten entstehen vor allem durch die Anschaffung von Instrumenten sowie moderner Aufnahme- und Wiedergabetechnik, der Ausstattung des Veranstaltungsraums mit Bühne sowie den erforderlichen Maßnahmen für den Hall- und Schallschutz. Nach dem positiven Beschluss der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken kann die Musikschule mit einem Zuschuss in Höhe von voraussichtlich 60 % der förderfähigen Kosten rechnen.
Die nächste Sitzung des Steuerkreises findet im Januar 2016 statt. Wer zur Umsetzung seiner Projektidee LEADER-Fördermittel beantragen möchte, findet weitere Informationen unter www.lag-altmuehlfranken.de. Die Geschäftsstelle der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken in Weißenburg steht Projektträgern beratend zur Seite und ist telefonisch unter 09141 902-193 zu erreichen.

Hintergrundinformationen zum LEADER-Entscheidungsprozess

Verantwortlich für LEADER in den Regionen sind sogenannte Lokale Aktionsgruppen. Die Lokale Aktionsgruppe Altmühlfranken (LAG) wurde am 20. Oktober 2014 in Weißenburg gegründet. Nur für Projekte, die von der LAG befürwortet werden, können Anträge zur LEADER-Förderung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen eingereicht werden. Das Gremium, das über die eingereichten Projekte berät und entscheidet, ist der Steuerkreis. Von den 24 Mitgliedern sind 8 Vertreter der Kommunen und des Landkreises, 16 Mitglieder sind sogenannte Wirtschafts- und Sozialpartner (WiSo-Partner), die fachlich eine große Themenvielfalt abdecken.
Die Bewertung der Projekte erfolgt anhand festgelegter Kriterien. So muss zum Beispiel jedes Projekt einen positiven Beitrag leisten zu den Zielen der Region, die in der Lokalen Entwicklungsstrategie festgelegt wurden. Die Projekte müssen einen erkennbaren Nutzen für die Region haben und sollen einen innovativen Ansatz haben.
Weitere Informationen unter www.lag-altmuehlfranken.de

Flüchtlingsfamilien auf Piratenfahrt

Auf der MS-Altmühlsee der Sonne entgegenPiraten1

Der goldene Oktober zeigte sich von seiner schönsten Seite, als sich die Flüchtlingsfamilien zur Piratenfahrt aufmachten.
Dank einer Spende von „Zeig Herz“ konnte eine Piratenfahrt auf dem Altmühlsee für die Flüchtlingsfamilien aus Heidenheim von der Koordinatorin der Freiwilligenagentur altmühlfranken Margit Kleemann organisiert werden. Erster Anlaufpunkt war der Erlebnisspielplatz am Seezentrum Wald. Die Kinder staunten mit großen Augen und jubelten, als sie den Spielplatz sahen, der ihre Träume noch übertraf. Eine Begeisterungswelle von glücklichen Kindern und entspannten Eltern breitete sich über den Spielplatz aus. Am Spätnachmittag gingen die Familien alle an Bord der MS-Altmühlsee. Nach der Begrüßung übergab Piratenkapitän Herbert Gutmann das Steuer an die Kinder, die begeistert ihr Schiff lenkten. Mithilfe der Schatzkarte aus der Flaschenpost wurde nun Kurs auf die Hirteninsel genommen, schließlich wollten alle den Schatz finden.
Ein Tag voller Abenteuer ging zu Ende, und ein großer Dank gilt dem Zweckverband Altmühlsee, der den Flüchtlingsfamilien diese Piratenfahrt vergünstigt anbot, sowie dem Walder Kiosk, der zum Abschluss allen Kindern noch ein Eis spendierte.

Freistaat unterstützt unsere Region

500.000 Euro fließen als Bedarfszuweisung in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Landrat Wägemann und Westphal

Gemeinsam sind sie stark für den Landkreis: MdL Manuel Westphal und Landrat Gerhard Wägemann.

Der Freistaat Bayern hat dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine Bedarfszuweisung in Höhe von 500.000 Euro bewilligt. Dies teilte der Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder seinem Landtagskollegen Manuel Westphal und dem Landrat Gerhard Wägemann mit. Der Freistaat hat das Mittelvolumen von Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen im Jahr 2015 wie angekündigt um 20 Mio. Euro auf 120 Mio. Euro erhöht.  „Damit können außergewöhnliche Belastungen für die Kommunen leichter ausgeglichen werden, die von den Regelzuweisungen des Kommunalen Finanzausgleichs nicht erfasst werden. Mit diesen staatlichen Zuschüssen unterstützen wir auch die Eigenständigkeit unserer Kommunen, die mit schwierigen Sonderbedingungen zu kämpfen haben. Die Kommunen können sich auch in diesem Fall auf den Freistaat verlassen“, betont MdL Manuel Westphal.

Im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs werden auf Antrag neben den klassischen Bedarfszuweisungen seit 2012 auch so genannte Stabilisierungshilfen bewilligt. Durch die Bedarfszuweisungen nach Art. 11 FAG sollen besonders strukturschwache bzw. von der Demografie besonders negativ betroffene Kommunen mit anhaltenden unverschuldeten finanziellen Schwierigkeiten unterstützt werden.

„Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen profitiert besonders von der Bedarfszuweisung  des Freistaates. Die 500.000 Euro werden wie auch im vergangenen Jahr zur Verbesserung der Struktur in unserer Region beitragen“, erklärt Landrat Wägemann.

Die Mittelverteilung wurde heute im so genannten Verteilerausschuss aus kommunalen Spitzenverbänden, sowie dem Bayerischen Innen- und dem Finanzministerium festgelegt.

„Ferner unterstützt der Freistaat Bayern seine Kommunen auch weiterhin tatkräftig mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs: 2016 sollen die Finanzausgleichsleistungen auf die Rekordsumme von 8,45 Mrd. Euro ansteigen. Der Ansatz für Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen, der in diesem Jahr auf 120 Mio. Euro angehoben wurde, soll 2016 nochmals um 30 Mio. Euro auf 150 Mio. Euro erhöht werden, um den Kommunen noch wirksamer helfen zu können und den gestiegenen Antragzahlen Rechnung zu tragen“, so Westphal.

Unternehmer begegnen sich in der „Trust Business Lounge“

Repräsentanten aus dem Fränkischen Seenland setzen auf Kooperation

Business Lounge

Begegnung in der „Business Lounge“: FDP-Stadtrat Werner Falk mit Geschäftsführer Andreas Fuhr (Mitte) und Unternehmer Patrick Bosch (Planen & Bauen, Gunzenhausen).

Die „Trust Business Lounge“ gibt es seit neun Jahren. Sie ist der Treffpunkt von Unternehmern aus Westmittelfranken und dem benachbarten Hohenlohe. Im Ansbacher Mercedes-Autohaus Oppel begegneten sich die Repräsentanten von Wirtschaft und Politik, um sich auszutauschen. Zu den Gästen zählten auch Patrick Bosch (Vorsitzender des „Stadtmarketings Gunzenhausen“), Stefan Meier (Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren), Hans-Georg Degenhart (IHK-Gremium Weißenburg-Gunzenhausen), Udo Kleeberger (Inhaber der gleichnamigen Bäckerei in Gunzenhausen), FDP-Stadtrat Werner Falk (Gunzenhausen), Tina Gerhardt (Repräsentantin von „Heizomat“, Gunzenhausen-Heidenheim) sowie Doreen Herzig (Grafik & Kommunikation, Pleinfeld), Georg Habel (Geschäftsführer G&B Dinkelsbühl-Gunzenhausen). Sie und 70 weitere Gäste waren der Einladung von Geschäftsführer Andreas Fuhr (Trust Business Lounge GmbH, Ansbach) gefolgt.
Unter dem Motto „Unternehmer treffen Unternehmer“ versteht sich die Business Lounge als ein Netzwerk von verantwortlich handelnden Persönlichkeiten. Zum Thema „Wachstum und Expansion in einem stark umkämpften Markt“ äußerte sich Daniel Krauss aus München zum Konzept von „MeinFernbus FlixBus“. Das Unternehmen ist vor drei Jahren an den Start gegangen und hat sich in dieser knappen Zeit zum deutschen Marktführer (76 Prozent Marktanteil) aufgeschwungen. Täglich werden 10000 Verbindungen bedient, pro Wochen werden 300 Orte in 15 Ländern angesteuert. Die 750 Busse mit Fahrern stellen 180 Partner in Deutschland. Das Unternehmen mit einer modernen Führungsstruktur („Fehler werden bei uns nicht mit Schuldzuweisungen quittiert“) hat sich gegen die vier Konkurrenten durchgesetzt, darunter Bahn und Post. Bald sollen die grünen Busse auch in Italien und Frankreich fahren. Im Internet: flixbus.de
Wie „Elektrolux“, das führende schwedische Unternehmen, mit seiner deutschen Traditionsmarke „AEG“ umgeht, das schilderte Gerd Holl aus Nürnberg, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Elektrolux-Hausgeräte GmbH. Auf dem deutschen Markt werden die Produkte des Unternehmens ausschließlich unter der Marke „AEG“ verkauft. Präsent ist „Elektrolux“ in 150 Ländern der Welt, es wird von 60000 Mitarbeitern ein Umsatz von 12,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zu den Partnern gehört auch der Herriedener Küchenhersteller Schüller. AEG (früherer Slogan: „Aus Erfahrung gut“) genießt in Deutschland das höchste Kundenvertrauen. Das 125-jährige Unternehmen hat mit 92 Prozent den höchsten Bekanntheitsgrad der Branche. „Unsere Fabrik mit der höchsten Qualität weltweit steht in Rothenburg“, sagte Holl – und Landrat Dr. Jürgen Ludwig dürfte es gerne gehört haben. Die Ingenieure der Entwicklungsabteilung arbeiten gegenwärtig am Produkt der Zukunft, einem „vernetzten Backofen“.

Vorerst keine Fremdenverkehrsabgabe

Vorrang für freiwilliges „Stadtmarketing Gunzenhausen“

Die Fremdenverkehrsabgabe, die schon etliche Städte eingeführt haben, wird in Gunzenhausen schon seit rund zehn Jahren diskutiert. Nun ist das „Bürokratiemonster“ vom Tisch. Der Stadtrat hat mit 13:11 Stimmen (CSU, FW und FDP) den Antrag der Grünen (mit Zustimmung der SPD) abgelehnt, die Fremdenverkehrsabgabe einzuführen.

Vorrang für die Freiwilligkeit und gegen die Zwangsabgabe: Stadtrat Werner Falk (FDP).

Vorrang für die Freiwilligkeit und gegen die Zwangsabgabe: Stadtrat Werner Falk (FDP).

Wie ich in der Diskussion bemerkt habe, hätte die Fremdenverkehrsabgabe zu einer Doppelbelastung für die Unternehmen und Geschäfte in der Stadt geführt, denn erst vor Monaten ist das „Stadtmarketing Gunzenhausen“ (mit Jahresbeiträgen bis zu 560 Euro) gegründet worden, das in etwa die gleichen Ziele verfolgt. Die Firmen hätten also zweimal zahlen müssen, denn die Fremdenverkehrsabgabe ist wie eine Steuer. Folglich stagnierte der Zugang zum Verein „Stadtmarketing“, dem „Baby“ von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Es soll nach dem Willen der 55 derzeitigen Mitglieder eine schlagkräftige Einrichtung sein, die alle Kräfte bündelt. Jetzt also ist die Vorstandschaft des „Stadtmarketings“ mit ihrem Vorsitzenden Patrick Bosch an der Reihe. Sie muss möglichst viele Mitstreiter finden, die als Mitglieder ihren Beitrag leisten. Ich habe gegenüber den Vorstandsmitgliedern zugesichert, mich als Werber einzusetzen. Es darf nicht nur bei einem wohlmeinenden öffentlichen Aufruf zur Mitgliedschaft bleiben, es müssen die Firmenvertreter gezielt angesprochen und geworben werden. Anders wird das „Stadtmarketing“ nicht zu einer schlagkräftigen Marketingeinrichtung werden. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, auch die Filialbetriebe dürfen sich nicht fein heraushalten, denn auch sie profitieren von den werblichen Aktivitäten für die Stadt. Für Unternehmen gilt ein nach der Zahl der Mitarbeiter gestaffelter Jahresbeitrag, für Privatpersonen geläuft sich der Beitrag auf jährlich 50 Euro.
Eines ist jetzt allen klar: Das Projekt „Stadtmarketing“ muss zu einer Erfolgsgeschichte werden, andernfalls können wir es in zwei Jahren zu Grabe tragen. Dann stünde wohl der Stadtrat erneut vor der Entscheidung. Die dürfte dann  aber eindeutig sein! Die Firmenvertreter können also in den nächsten Monaten entscheiden, wie sie es gerne hätten: Eine Fremdenverkehrsabgabe, die sie zur Zahlung eines Beitrags zwingt, der in einem aufwändigen Verwaltungsverfahren festgelegt wird (Umsatz, Mitarbeiter etc.), oder den freiwilligen Beitrag zum „Stadtmarketing“.
Um die FVA einzuführen, hätte die Stadt eine Kraft des gehobenen Dienstes etwa eineinhalb Jahre einstellen müssen, deren Aufgabe es gewesen wäre, alle Daten für die Abgabe zu ermitteln. Auch die jährliche Einhebung der Steuer und die „Bestandspflege“ hätten Ausgaben verursacht. Meine Erklärung im Stadtrat deshalb: „In diesem Fall muss unter dem Strich nennenswert etwas übrigbleiben!“
WERNER FALK, Stadtrat

Bier und Schnaps auf dem Wochenmarkt

FDP-Antrag fand Zustimmung

Bergkirsch

Der „BergKirsch“ kann jetzt auf dem Wochenmarkt angeboten werden.

Es war keine so leichte Entscheidung, aber sie fiel dann doch gegen zwei Stimmen eindeutig aus: Auf dem Gunzenhäuser Wochenmarkt dürfen künftig auch alkoholische Getränke aus regionaler Erzeugung verkauft werden, und zwar ohne Beschränkung. Im Hauptausschuss war noch die Rede davon, den Verkauf auf Artikel bis zu einem Alkoholgehalt von 16 Prozent zu beschränken, doch diese Argumentation konnte sich nicht durchsetzen. Im Stadtrat habe ich diese Argumentation als „lebensfremd und realitätsfern“ kritisiert.
Beschlossen wurde die neue Satzung mit zwei wesentlichen Änderungen: Der Wochenmarkt kann künftig bis 13 Uhr (bisher 12 Uhr) stattfinden. Mit dieser Festlegung war die Verwaltung einem Wunsch der Fieranten und der Besucher gefolgt.
Mein weitergehender Antrag, auch selbsterzeugte alkoholische Getränke zuzulassen, setzte sich nach einer längeren Wortklauberei durch. Im Detail ging es um die Begriffe „selbsterzeugte“ und „selbstgewonnene“ Erzeugnisse. Nach Klärung der Begrifflichkeit (Händler mit „selbstgewonnenen“ Produkten gibt es kaum, denn beispielsweise beim Bier müsste der Verkäufer nicht nur Brauer, sondern zugleich Hopfen- und Gerstenanbauer sein.
Ich freue mich, dass jetzt auch die Selbstvermarkter aus unserer Region auf dem Gunzenhäuser Wochenmarkt präsent sein können. Ich denke zunächst einmal an die Initiative „Echt Brombachseer“, auch an die „hesselberger“ oder an die Sammenheimer Nussöl-Vermarktung.

WERNER FALK, Stadtrat

Den Friedhofszwang aufheben!

Urnenaufbewahrung muss auch im persönlichen Umfeld möglich sein

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Auf die Veränderung der Bestattungskultur reagieren die Städte bereits. Ein Täfelchen an einer Stele ersetzt die traditionelle Grabstelle auf dem Friedhof in Gunzenhausen.

Nach dem geltenden Gesetz müssen Urnen auf dem Friedhof bestattet werden. Das jedoch will die FDP ändern. Wie ich auf einer Zusammenkunft des Ortsverbands im Hotel „Krone“ erklärt habe, ist die Aktualisierung des letztmals 1971 geänderten bayerischen Bestattungsgesetzes durch den Landtag überfällig.
Mit meiner Initiative greife ich einen in der Bevölkerung weit verbreiteten Wunsch auf, die Urnen von verstorbenen Angehörigen im privaten Umfeld aufbewahren zu können. Ich trete deshalb für die Lockerung des Friedhofszwangs ein, der in seiner restriktiven Form nur in Deutschland gilt. „Wir sollten auf den wachsenden Wunsch nach alternativen Bestattungsformen eingehen. Der pauschale Friedhofszwang ist ein unzulässiger Eingriff des Staats in das private Verhältnis zwischen Toten und Hinterbliebenen. Sowohl das Grundgesetz als auch die Europäische Menschenrechtskonvention gewähren die freie Entfaltung der Persönlichkeit und verlangen die Achtung des Privat- und Familienlebens. Der Gesundheitsschutz, wie er für Erdbestattungen gilt, greift bei Urnenbestattungen nicht.
Zur geplanten Änderung der Gunzenhäuser Friedhofssatzung: Die Bestattungen an Samstagen sollten beibehalten und keinesfalls gestrichen werden, eventuell können für Erd- und Urnenbestattungen unterschiedliche Festlegungen getroffen werden.
WERNER FALK, Stadtrat in Gunzenhausen

 

Landkreis Ansbach erhält Siegel der Bildungsregion

Viele Anstrengungen hat der Kreis unternommen

„Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis Ansbach vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst das Qualitätssiegel „Bildungsregion“ erhält. „Der Erhalt des Siegels ist keine Selbstverständlichkeit und beruht auf herausragenden Anstrengungen der zahlreichen Bildungsakteure und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach, die sich seit Beginn des Prozesses eingebracht haben. Ihnen gilt Dank und Anerkennung“, betonte Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Die ehrenamtlichen Anstrengungen der Arbeitskreisleiter wurden vom Landrat bereits in einer eigenen Feierstunde gewürdigt. Bei dem anstehenden dritten Dialogforum am 27. November in Herrieden wird der Bayerische Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, dem Landkreis Ansbach das Qualitätssiegel „Bildungsregion“ verleihen und es werden wieder über 100 Bildungsakteure aus dem Landkreis Ansbach erwartet. „Die Siegelübergabe ist ein weiterer Meilenstein des Landkreises Ansbach, um die Bildungslandschaft weiter qualitativ zu verbessern und die heimische Wirtschaft bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Nachwuchs- und Fachkräftemangel zu unterstützen.“

Seit dem Startschuss für die „Bildungsregion Landkreis Ansbach“ im November 2013 mit dem ersten Dialogforum in Herrieden arbeiten sechs Arbeitskreise mit insgesamt 120 ehrenamtlichen Bildungsexperten an Ideen und Projekten, um allen jungen Menschen individuelle Teilhabechancen an Bildung zu ermöglichen. „Seit Jahren strengen sich der Landkreis Ansbach und die Kommunen im Kreis an, um möglichst gute Rahmenbedingungen für unsere jungen Menschen in der Region zu schaffen. So hat der Landkreis Ansbach in den letzten Jahren weit über 100 Millionen Euro in die Schulen in seiner Trägerschaft investiert. Daher ist es nur konsequent, dass wir die Möglichkeit nutzen, uns als Bildungsregion im Wettbewerb der Regionen zu positionieren“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Am 21. November 2014 wurde das zweite Dialogforum in der Realschule Herrieden durchgeführt. Dort konnte auch der im Rahmen der Arbeitskreise entstandene Bildungsbericht präsentiert werden. „Der Bildungsbereich besteht aus vielen Akteuren, deren Ideen möglichst zahlreich einfließen sollen. Der Bildungsbericht ist nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern auch eine Ideensammlung mit praxisnahen Umsetzungsmöglichkeiten. Mit der Umsetzung über der Hälfte der im Bildungsbericht enthaltenen Projekte wurde bereits begonnen und weitere sollen folgen“, erklärte Stefanie Groß, die das Thema Bildungsregion seitens der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach begleitet.

Auf Pilgerpfaden zum Heiligen Jakobus

Neuerscheinung aus dem Kunth-Verlag

PilgerDie Suche nach Heil, Erlösung und manchmal auch nach Abenteuer ist oft der Beweggrund, eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela anzutreten. Schon im 10. Jahrhundert zog das Grab des Apostels Jakob des Älteren Jahr für Jahr Tausende von Pilgern an. Heute wandern Pilgerreisende aus der ganzen Welt von Frankreich über die Pyrenäen oder von Südspanien kommend zum Grab des heiligen Jakobs. Die Route führt vorbei an gotischen Kathedralen, an kleinen Kirchen und durch schmucke Dörfer.

Das Buch stellt die beliebtesten Strecken und deren Pilgerstätten vor. Es besteht aus brillanten Farbbildern, informativen Texten zu den Pilgerstätten entlang der Route und einem  mit Kartenteil zur Orientierung

„Jakobsweg“, 320 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, Format 23,1 x 29,5 cm, 29,95 Euro, ISBN 978-3-95504-209-7