Monthly Archives: November 2014

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Zum Selbstverständnis von Gunzenhausen

Die zentrale Rolle im Seenland ist maßgeblich für das Image

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Der Tourismus prägt das Image von Gunzenhausen am Altmühlsee.

Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Wie wollen wir unsere Stadt positionieren? Welches Image soll sie haben? Was ist ihr Selbstverständnis? Was ist ihr Ziel? Diese Fragen haben die Stadträte auf ihrer zweitägigen Klausur im Oktober beschäftigt. Es sind Antworten darauf gegeben worden.
Ich denke, dass eine klare und eindeutige Zielmarke benannt und angestrebt werden muss. Die Erklärung, die das Amt für Tourismus in seiner Stellungnahme zu meinem Antrag („Gunzenhausen am See“) abgegeben hat, veranlasst mich, das so wichtige Thema noch einmal aufzugreifen.
Wasser ist natürlich 29 Jahre nach der Flutung des Altmühlsees kein „Entwicklungsthema“ mehr und es ist unumstritten, dass sich die touristische Nutzung des Potenzials „Wasser“ auf höchstens fünf Monate im Jahr bezieht. Aber ist es zugleich nur die „halbe Wahrheit“, denn inzwischen wirken sich die touristischen Impulse ganzjährig aus. Um es ganz klar zu sagen: die Seen sind alles, denn ohne sie wäre alles nichts. Gunzenhausen wäre eine Stadt ohne Markenwert.
Gunzenhausen muss sich quasi auf allen Kanälen als Stadt am See und als Zentrum im Fränkischen Seenland definieren. Sie hat in ganz Nordbayern, Nordwürttemberg und Nordbaden ein Alleinstellungsmerkmal, weil es in diesem Bereich keine vergleichbare Stadt mit einer gleichen oder ähnlichen Positionierung gibt. Wir sollten froh sein, dass das so ist. Das ist unser größtes Kapital, mit dem wir für uns werben können. Darauf sollte meines Erachtens auch das Selbstverständnis von Gunzenhausen gründen, so sollte sich die Stadt definieren, sich damit unverwechselbar machen und von anderen abheben. Ich will es salopp sagen: Mit Feld, Wald, Wiesen, Gewerbe und Industrie müssen sich andere Städte begnügen, die keinen See vor ihrer Haustüre haben. Und ich sage: Wir werden bundesweit nicht bekannt durch lokale Anstrengungen zum Klimaschutz, sondern durch unsere Seen.
Das muss das Image von Gunzenhausen sein: „Touristisch geprägte, attraktive Stadt am Altmühlsee und Zentrum im Fränkischen Seenland.“ Andere Aspekte sind für sie nicht prägend und deshalb in der Außendarstellung nachrangig. Die „Marke Gunzenhausen“ ist eindeutig der Tourismus. Alle Bemühungen, vor allem die Werbung, müssen sich an der „Stoßrichtung“ orientieren, die Marke auszubauen, was ja nicht heißt, dass wir nicht auch eine gute gewerbliche und industrielle Entwicklung haben wollen.

Mein Credo „Ich will die Stadt gestalten und muss sie nicht verwalten“ ist für mich die Triebkraft, Gedanken zu entwickeln, die Gunzenhausen voranbringen.
Werner Falk, Stadtrat der FDP

Ein gutes Jahr geht zu Ende

Gute Perspektiven für Gunzenhausen

Nach den Jahren des Stillstands gibt es gute Perspektiven für die Stadt. Der neue Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat bisher alles richtig gemacht. Ihm ist es gelungen, die kommunalpolitischen Kräfte für sich und seine Ideen zu gewinnen. Dazu gehören zwei Veranstaltungen: der „KulturHerbst“ und die Eisbahn. Es ist erfreulich, dass auch die Geschäftsinhaber auf dem Marktplatz mitziehen. Die Gunzenhäuser und die Besucher sind jedenfalls begeistert von der Eisbahn.  Die Resonanz ist überwältigend. Das Amt für Wirtschaftsförderung und die Tourist-Information haben nicht mit einem so starken Andrang gerechnet. Eine tolle Überraschung also, dass alles so gut läuft.

Schön wäre es, wenn der Weihnachtsmarkt  an drei Tagen flankierend zur Eisbahn auf dem Marktplatz sein könnte. Der frühen Planung ist es geschuldet, dass er im Falkengartent stattfindet. Das ist kein schlechter Standort, wenn die Kombination von Eisbahn und Markt optimal gewesen wäre. Aber, was noch nicht ist, kann ja (in den nächsten Jahren) noch werden.

Die beiden Veranstaltungen auf dem Marktplatz sind Signale dafür, den mittleren Marktplatz künftig stärker für publikumsträchtige Events zu nutzen. Das kommt meiner Meinung entgegen, den mittleren Marktplatz mittelfristig saisonal von Juni bis September (Nachkirchweih) für den Publikumsverkehr zu öffnen und den Autoverkehr einzuschränken. Die Zeit arbeitet für diese Konzeption, da bin ich mir ganz sicher. Die positiven Erfahrungen der Geschäftsleute werden ihren Teil dazu beitragen.  Auch im Stadtrat mehren sich die Stimmen, die für eine aktivere Nutzung der Geschäftszone sind.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Advents- und Weihnachtszeit, in der Sie sich beim Gedankenaustausch mit Verwandten und Freunden überlegen können, wir wir die Stadt nach vorn bringen.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Hohe Auszeichnung für Heidrun Albrecht vom LBV

Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt

Heidrun Albrecht, Leiterin der Umweltstation Altmühlsee des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), wurde mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt durch Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Frau Ulrike Scharf ausgezeichnet. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Muhr am See, Roland Fitzner, und Landrat

Landrat Gerhard Wägemann, Staatsministerin Ulrike Scharf, Heidrun Albrecht und Landtagsabgeordneter Volker Bauer (v. l. n. r) bei der Verleihung in München  Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Landrat Gerhard Wägemann, Staatsministerin Ulrike Scharf, Heidrun Albrecht und Landtagsabgeordneter Volker Bauer (v. l. n. r) bei der Verleihung in München
Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Gerhard Wägemann haben Heidrun Albrecht für diese hohe Ehrung aufgrund ihrer langjährigen engagierten Arbeit für Natur und Umwelt vorgeschlagen.

Die Freude am Naturschutz zeigte Frau Albrecht bereits als Kind. Schon damals hat sie sich bei Biotoppflegemaßnahmen des LBV engagiert. Seit 2001 ist Heidrun Albrecht mit Herzblut, großem Fachwissen und erheblichen kommunikativen Fähigkeiten Leiterin der Umweltbildungseinrichtung des LBV in Muhr am See. Die Umweltstation Altmühlsee sowie die dort durchgeführten Tagungen und Projekte genießen bayernweit hohe Anerkennung, welche insbesondere auf das herausragende Engagement und den unermüdlichen Einsatz von Heidrun Albrecht zurückzuführen sind.

Ehrenamtlich engagiert sie sich seit 2001 im Plankstettner Kreis. Sie hat den „Runden Tisch Umweltbildung Mittelfranken“ mit aufgebaut und hat ihren Ideenreichtum, ihr Organisationstalent und ihre Kreativität in viele Modell-Projekte eingebracht. Den Umweltbildungsprozess in Bayern hat sie durch ihre konstruktiven Vorschläge maßgeblich gefördert.

An der Verleihung im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München nahmen neben Heidrun Albrecht auch Landrat Gerhard Wägemann und Landtagsabgeordneter Volker Bauer aus dem Stimmkreis Roth, welcher Mitglied im Arbeitskreis Umwelt und Verbraucherschutz ist, teil. „Die Auszeichnung ist ein Zeichen der Anerkennung und ich danke Frau Albrecht außerordentlich für Ihren vorbildlichen, langjährigen Einsatz um die Belange für den Natur- und Umweltschutz in unserem Landkreis und darüberhinaus“, freut sich Landrat Wägemann.

Die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt ist die wichtigste staatliche Auszeichnung, die das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit auf den Gebieten des Umwelt- und Naturschutzes vergeben kann und wird jährlich an bis zu 15 Personen, Vereinigungen oder Kommunen verliehen, die sich herausragende Verdienste um den Natur- und Umweltschutz erworben haben, verliehen.

Antrag „am See“ abgeschmettert

„Gunzenhausen am See“ verstärkt positives Image

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 27. November meinen Antrag gegen meine Stimme abgelehnt. Der Bürgermeister und die Fraktionen der Grünen und der CSU äußerten sich zwar anerkennend, dass ich mich um den guten Ruf der Stadt bemühe, lehnten jedoch aus unterschiedlichen Grünen ab.

Meine Erklärung lautete:

Seename

Zu Weihnachten erfüllte sich doch noch sein Wunsch: Gunzenhausen am See

„Den Antrag auf den Namenszusatz „am See“ habe ich deshalb gestellt, um den Status von Gunzenhausen als Zentrum im Fränkischen Seenland zu bekräftigen und das Image der Stadt zu fördern. Sie hat als einzig größere Stadt an einem See von respektabler Größe eine Alleinstellung in Nordbayern, Nordwürttemberg und Nordbaden. Diese Situation gilt stärker zu nutzen.
Ich verspreche mir positive Auswirkungen auf den Tourismus. Deshalb ist mir die negative Stellungnahme der Tourist-Information Gunzenhausen ganz und gar unverständlich, ja befremdlich. Gunzenhausen hat drei Stadtteile, die direkt am Wasser liegen, dazu ist die Kernstadt nur einen Katzensprung vom See entfernt. Das Amt für Wirtschaftsförderung lobe ich mir, denn es hat die werbliche Aussage „Gunzenhausen am Altmühlsee“ schon realisiert.
Die Kosten, die von der Stadtverwaltung auf 50000 bis 70000 Euro geschätzt werden, sind hinnehmbar angesichts der positiven Wirkung des Namens „Gunzenhausen am See“. Es muss von der Stadt wesentlich mehr Geld für Zwecke ausgegeben werden, die einen weniger nachhaltigen Effekt haben.
Wir sollten die Stadt mit guten Ideen voranbringen und uns nicht mit der Reparatur von Straßen, Kanälen und Turnhallen begnügen. Zwei Vorschläge habe ich bisher gemacht: die „Seemeile“ und eben den Namenszusatz. Es liegt in der Hand des Stadtrats, neuen Gedanken zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Seen sind quasi ein Vermächtnis von Ernst Lechner, dem von uns allen verehrten „Vater des Seenlands“. Mir liegt noch immer seine Mahnung im Ohr, die Stadt Gunzenhausen müsse mehr aus ihrer Situation am See machen. Mit der Entscheidung pro Namenszusatz kann der Stadtrat diesem Wunsch seines verstorbenen Ehrenbürgers nachkommen.

Werner Falk

Kein Gefallen an der Mauer

Gestaltung der Altmühlpromenade im Zuge des Hochwasserschutzprogramms

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 27. November beschlossen, das wasserrechtliche Verfahren für die Binnenentwässerung und den Hochwasserschutz auf den Weg zu schicken. Allerdings stößt bei CSU, SPD, Grünen und FDP die geplante Mauer auf wenig Gefallen. Das wurde auch deutlich artikuliert.  Das Verfahren will der Stadtrat aber nicht aufhalten. Deshalb votierte er nach ausgiebiger Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung (auf Wunsch der SPD) für die vorgelegte Planung des Wasserwirtschaftsamts, behält sich jedoch bei den weiteren Verfahrensschritten vor, ein Veto einzulegen. Dieser Regelung habe auch ich mich angeschlossen, auch die Grünen, die zuvor ebenso vehement gegen die Mauer votiert hatten.

Ich habe  in der Sitzung meinen Standpunkt deutlich gemacht:

„Nachdem der Stadtrat bereits in der letzten Amtsperiode, in der ich dem Stadtrat noch nicht angehört habe, darüber beraten hat, liegt uns heute die Planung durch das Wasserwirtschaftsamt vor. Das Ergebnis ist ein rein technisches Produkt. Es erfüllt nicht den Anspruch auf landschaftsarchitektonische Ästhetik.
Es wäre wohl besser gewesen, man hätte zwischenzeitlich einen Wettbewerb ausgeschrieben. Er hätte womöglich andere und möglicherweise bessere Lösungen gebracht. Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass es doch noch Alternativen gibt. Man muss nur nach ihnen suchen. Wir wissen ja, nichts ist alternativlos. Und die Kanzlerin weiß das inzwischen auch.
Ich bin dem Bürgermeister dankbar, dass er angeregt hat, parallel zum wasserrechtlichen Verfahren einen Ideenwettbewerb für die Freiraumgestaltung an der Promenade zu veranstalten, der es ermöglicht, eine unter den gegebenen Umständen gefällige Gestaltung für die Altmühlaue zu finden. Die uns Gunzenhäusern so wertvolle und geliebte Altmühlpromenade sollte aufgewertet und nicht zerstört werden.
Unabhängig von der heutigen Entscheidung bitte ich die Fachbehörden um eine fundierte Information der Bevölkerung. Es herrscht nämlich vielfach die Meinung vor, nach dem Bau des Altmühl- und Brombachsees bedürfe es einer aufwendigen Hochwasserschutzmaßnahme nicht mehr.“

Werner Falk, 27.11.2014

„Brombachseer Boskoop“ ist ein Hit

Altmühlfranken ist doch ein Absatzgebiet für Apfelmost

Schneller als angenommen, ist der aus Fünfbronn im Fränkischen Seenland stammende Apfelmost „Brombachseer Boskoop“ aus der Ernte 2013 komplett ausgeliefert und daher nur in Resten in einigen Verkaufsstellen bzw. der Gastronomie zu beziehen. Zum Glück ist also nicht die Befürchtung etlicher Pessimisten eingetreten, das Seenland oder Altmühlfranken wären keine Absatzgebiete für einen Most. Die Nachfrage – nicht nur bei den Gästen – war zum einen erfreulicherweise hoch, die gekelterte Menge Mosthat aber zum anderen bedauerlicherweise auch nicht bis zur Reife des nächsten Jahrgangs gereicht. Damit kann aber der über die Vertriebsschiene der Manufaktur „Echt Brombachseer“ vermarktete und im Kalbensteinberger Mosthaus handwerklich hergestellte sortenreine Apfelmost als ein voller Erfolg gewertet werden, wie Dieter Popp (FUTOUR Regionalprodukte) als Erzeuger mit Zufriedenheit in Haundorf feststellte.
Nicht wenige aus der altmühlfränkischen Szene der Mostereien, Keltereien und Safterzeuger haben den Most als ein in dieser Region nicht vermarktbares Podukt angesehen und daher bisher auch darauf verzichtet in diese Produktions- und Vermarktungsschiene einzusteigen. Aber die gängige Meinung, hier werde nur Bier getrunken, konnte damit eindeutig wiederlegt werden, auch wenn natürlich an der Dominanz des Bierkonsums nie gerüttelt werden sollte. Das war auch überhaupt nicht das Ziel, als im Sommer diesen Jahres erstmals ein sortenreiner altmühlfränkischer Most in einer ansprechend designten Flasche auf den Markt kam. Denn auch in den Kerngebieten der Most- und Apfelweinverbreitung – wie in Schwaben und Hessen – stellt das Getränk aus unseren Streuobstwiesen immer nur eine interessante Ergänzung zum Bier und zum Traubenwein dar. Es sollte aber schon im Selbstbewusstsein einer herausragenden Streuobstregion wie Altmühlfranken liegen, dass man die Früchte dieses herausragenden landschaftlichen Kleinods auch komplett hochwertig verarbeitet und es nicht alleine bei Saft und Bränden belässt.
Der Most aus der Ernte 2014 gärt bereits in den Fässern und entsprechend der Nachfrage wurde die gekelterte Menge natürlich deutlich erhöht. Der Bohnapfel mit Quitte verspricht ein besonderer Tropfen zu werden und etwa um Nikolaus wird es eine erste Jungweinprobe geben, die dann verraten wird, in welche geschmackliche Richtung dieser Most sich noch entwickeln wird, bevor er weiter reifen und dann im Frühjahr auf Flaschen abgefüllt wird.
Da die Fränkische Moststraße vom Schwäbischen über den Hesselberg bis in das Brombachseer Obstland reicht, wird mit der Herstellung von Most auch dieser touristischen Erlebnisroute eine besondere Referenz erwiesen, denn bislang wurde entlang der Moststraße an keiner Stelle Most im gastronomischen Angebot geführt. Das hat sich nun schon ein Stück weit ändern können und soll mit dem altmühlfränkischen Bohnapfel mit Quitte nunmehr eine inspirierende Fortführung finden.
Allerdings bleibt zu hoffen, dass der Erfolg des Mostabsatzes in diesem Jahr nun auch weitere Obstbauern dazu motivieren wird, ihre teilweise ja bereits vorhandenen Produkte auch kundengerecht auszubauen, abzufüllen und zu vermarkten. 2015 könnte zu einem Jahr des Durchbruchs für den Most im Bewusstsein der in Altmühlfranken lebenden Verbraucher werden, denn wir benötigen wieder mehr Fürsprecher und Förderer unserer in Europa einzigartigen Streuobstwiesen. Und genau dafür ist der Most – neben anderen Streuobstspezialitäten – ein ausgezeichnetes Produkt. denn in Verbindung mit der Vielzahl der Apfelsorten und einem – wie beim Weinbau – differenzierten Ausbau im Keller steht hier eine besondere Spezialität unserer Region zur Verfügung. Most ist ein Getränk, das rund um den Globus überall auf der nördlichen Halbkugel in sehr unterschiedlichen Qualitäten und Ausbauarten eine Besonderheit darstellt. Man trifft ihn in Spanien, England, Skandinavien, Österreich oder Polen genauso an, wie in Mexiko, Kanada, Japan oder in Russland. Daher ist es auch nur folgerichtig, die heimischen Streuobstwiesen zur Kreation dieser regionalen Spezialität von Altmühlfranken zu nutzen.
Da unsere Streuobstwiesen extrem naturnah bewirtschaftet werden, bieten sie auch die herausragende Grundlage für ein naturbelassenes Produkt. Denn einen guten Most kann man nicht aus Tafelobst gewinnen, da fehlen ihm dann doch noch einige wesentliche Grundlagen. Und da die Äpfel und Birnen unserer Streuobstwiesen auch nicht gespritzt werden, die Wiesen um die Bäume praktisch niemals eine Düngung erfahren, kann man mit gutem Grund beim Most von einem ausgesprochen gesunden Produkt sprechen. Dies alles wird über Qualitäts- und Herkunftskriterien eindeutig dokumentiert. Der altmühlfränkische Most ist dazu auch eine der Spezialitäten, die ihre Qualität und ihren besonderen Geschmack gerade der naturnahen Obstbaumpflege verdanken. Dies alles wird über konsequent angewandte Qualitäts- und Herkunftskriterien eindeutig dokumentiert.
Denn im Interesse einer glaubwürdigen Regionalvermarktung spiegeln sich in allen Streuobstprodukten – und damit auch im Most – die besonderen Qualitäten unserer altmühlfränkischen Natur wieder!
Nähere Auskünfte über: Dieter Popp, FUTOUR Regionalprodukte Haundorf; dieter.popp@futour.com
Vertrieb über die Manufaktur „Echt Brombachseer“, info@echtbrombachseer.de

Die Gefühle der Tiere

Neuerscheinung aus dem Pala-Verlag

TiereSind frei laufende Hühner glücklich? Wovon träumen Fruchtfliegen und Hunde? Welches Zeitgefühl hat ein Schmetterling? Peter Wohlleben schreibt kurzweilig über Gefühlsleben, Intelligenz und Bewusstsein der Tiere und fordert, ganz ohne erhobenen Zeigefinger, zu ethischem Handeln auf. Dabei macht er wenig Unterschiede zwischen liebenswerten Hunden, Milch gebenden Ziegen oder lästigen Fliegen. Und er scheut sich nicht, Parallelen zu menschlichen Gefühlen zu ziehen und provokante Thesen zu vertreten. Seine Ansichten zu Liebe, Mitgefühl, Trauer und Schmerz bei Tieren belegt der Autor anhand aufsehenerregender Studien von Verhaltensforschern und Biologen, aber auch durch viele Beobachtungen der Wildtiere im Eifeler Forst und seiner eigenen Haustiere. Das  Buch räumt mit Vorurteilen über böse Wölfe, ängstliche Hasen oder blöde Ziegen auf und regt vor allem zum  Nachdenken über die Konsequenzen unseres alltäglichen Handels an. Seite für Seite wird dabei immer klarer,  warum ein achtsamer Umgang mit unseren Mitgeschöpfen auch uns Menschen glücklich macht.
Die Gefühle der Tiere“ von Peter Wohlleben.  Von glücklichen Hühnern, liebenden Ziegen  und träumenden Hunden. Ein Plädoyer für Respekt und Achtsamkeit, 160 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-89566-337-6

Eigene Pralinen herstellen

Slow Food bietet eine kleine Pralinen-Manufaktur

Slow Food Altmühlfranken lädt alle interessierten Genießer dazu ein, eine kleine eigene Pralinen-Manufaktur zu erproben-.Noch rechtzeitig zu Beginn der Weihnachtszeit wir ein Mitmach-Kurs zum Herstellen feinster Schokoladen-Pralinen mit dem Weißenburger Chocolatier Rainer Heubeck angeboten.
Gemeinsam werden Pralinen hergestellt und verkostet und wer sich traut, kann danach am heimischen Herd selbst Pralinen herstellen. Am Donnerstag, 4. Dezember, beginnt der Kurs um 19 Uhr im „Römischen Kaiser“ (Ellingen, Weißenburger Str. 17). Alles was dazu benötigt wird, steht den Teilnehmern zur Verfügung. Die Unkostenpauschale beträgt 5 €, für Slow Food-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei.
Anmeldungen sind notwendig, da aus organisatorischen Gründen nicht mehr als 10 Personen in der Küche arbeiten können.
Anmeldungen bitte an Dieter Popp, 91729 Haundorf, Vogelherdweg 1 oder unter der Fax-Nummer 090837-975709 bzw. altmuehlfranken@slowfood.de. bis spätestens 30. November.

Sternlesmarkt in Wolframs-Eschenbach

Sternlesmarkt 5

Der Wolframs-Eschenbacher Sternlesmarkt glänzt durch seine Individualität und das einmaligen Ambiente.

Budenstadt auf dem Kirchhof am 12./13. Dezember

Mit weihnachtlichem Barockfeuerwerk und einem besinn-lichen sowie unterhaltsamen Programm geht es in der Parzivalstadt wieder ins dritte Advents-wochenende. Am Samstag um 16 Uhr wird das Christkind die Besucher in die richtige weihnachtliche Stimmung versetzen. Gemeinsam mit dem Laternenzug des Kindergartens eröffnet es den Stern-lesmarkt. Am weiteren Nachmittag treten das Ensemble Wolframs-Eschenbacher Holzwürmer und die „Alte Pfeyferei“ der Musikschule Rezat-Mönchswald auf und der Musikverein gibt ein Adventskonzert im Liebfrauenmünster. Auch der Jugendchor „Next Generation“ singt weih-nachtliche Lieder im Bürgersaal. Für den Abend konnte der Geilsheimer Gospelchor aus der Region für einen Auftritt gewonnen werden. Die etwa 20 Sänger treten um ca. 20 Uhr auf der Museumstreppe im Kirchhof auf. Krönender Abschluss wird am Samstag das Barockfeuerwerk um 20.30 Uhr auf dem Wolfram-von-Eschenbach-Platz sein.
Für Kinder gibt es auch wieder am Samstag und dieses Jahr auch Sonntagnachmittag eine „Lebende Krippe“ im Gewölbe unter dem Museum. Außerdem können kleinere Gäste am Sonntagnachmittag einige Kasperltheater-Aufführungen besuchen und wer will, bastelt mit dem Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Wolframs-Eschenbach. Natürlich dürfen auch der Ni-kolaus und das Christkind nicht fehlen, die die Kinder zu verschiedenen Zeiten mit Geschenken überraschen werden. Zudem wird ein Kinderfeuerwehrlöschzug durch die Altstadt fahren.
Anschließend stimmt die „Fränkische Weihnacht“ im Liebfrauenmünster um 16 Uhr mit Musik und Geschichten in die stille Zeit ein (Eintritt: 5 €). Den Sonntag ausklingen lassen wird der Gesangverein „Frohsinn“ mit weihnachtlichen Liedern.
Eine Besonderheit des Sternlesmarkt ist auch dieses Mal die Ausstellung auf der Galerie des Bürgersaals. Dieses Jahr werden verschiedene Souvenirs aus Wolframs-Eschenbach zu sehen sein.
Neben zahlreichen Buden mit Essen und Trinken laden verschiedene Stände mit handwerkli-chen und anderen Angeboten zum Bummeln ein. Wie jedes Jahr werden zudem kostenlose Kirchturm- und Museumsführungen angeboten. Außerdem gibt es eine kleine Sonderaktion: Wer das Museum besucht, bekommt für die bezahlten 2 Euro Eintritt einen Verzehrgutschein über 1 Euro, der an allen Buden eingelöst werden kann. Alle weiteren Führungen und genaue Uhrzeiten des Programms sind nachzulesen unter www.wolframs-eschenbach.de.

Samstag 15.00 bis 21.00 Uhr
15.00 Uhr „Lebende Krippe“ im alten Feuerwehrhaus unter dem Museum (bis ca.19.00 Uhr)
16.00 Uhr Offizielle Eröffnung mit Christkind und Laternenzug des
Kindergartens im Kirchhof
16.15 Uhr Kirchturmführung (Treffpunkt im Münster, rechter Eingang)
16.30 Uhr Eröffnung der Ausstellung im Bürgersaal mit dem Ensemble Wolframs-Eschenbacher Holzwürmer und „Alte Pfeyferei“
der Musikschule Rezat-Mönchswald
17.00 Uhr Der Nikolaus kommt!
17.45 Uhr Kleines Adventskonzert mit dem Musikverein e.V. (Liebfrauenmünster)
19.00 Uhr Weihnachtliche Lieder mit dem Jugendchor „Next Generation“ (Bürgersaal)
20.00 Uhr Geilsheimer Gospelchor (Museumstreppe)
20.30 Uhr Weihnachtliches Barockfeuerwerk (Wolfram-von-Eschenbach-Platz)

Sonntag 13.00 bis 19.00 Uhr
13.00 Uhr „Lebende Krippe“ im alten Feuerwehrhaus unter dem Museum (bis ca.18.00 Uhr)
14.30 Uhr Auftakt mit dem Christkind und dem Holzblasensemble der Musikschule Rezat-Mönchswald
15.00 Uhr Museumsführung (Treffpunkt Eingang im Museum)
15.00 Uhr Kinderbastelstube mit dem Elternbeirat der Grund- u. Mittelschule (Galerie im Bürgersaal, bis 18 Uhr)
15.00 Uhr Kasperltheater „Fürnheimer Puppenbühne“ (Galerie im Bürgersaal, ca. ¼ – ½ Std.)
16.00 Uhr „Fränkische Weihnacht“ im Liebfrauenmünster (Eintritt: 5 €)
16.00 Uhr Kasperltheater „Fürnheimer Puppenbühne“ (Galerie im Bürgersaal, ca. ¼ – ½ Std.)
16.30 Uhr Der Nikolaus kommt!
17.15 Uhr Weihnachtliche Lieder, Gesangverein „Frohsinn 1860“ (Kirchhof)
17.30 Uhr Kasperltheater „Fürnheimer Puppenbühne“ (Galerie im Bürgersaal, ca. ¼ – ½ Std.)
Außerdem an beiden Tagen:

 Feuerwehrlöschzug für Kinder!
 Das Museum ist am Samstag von 14.00 – 18.00 Uhr und am Sonntag von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Sonderaktion: Wer 2 € Eintritt zahlt, bekommt einen Verzehrgutschein über 1 € für den Sternlesmarkt.
 Sonderausstellung „Mathias Schäffenegger“ im Wolfram von Eschenbach Museum.
 Bürgersaal mit Galerie:
▪ Ausstellung „Souvenirs aus Wolframs-Eschenbach“
▪ Wolframs-Eschenbach in der Presse – Rückblick auf die Jahre 1964 und 1989
▪ Aussteller im Bürgersaal und auf der Galerie
 Bücherflohmarkt am Samstag und Sonntag im Foyer des Deutschordensschlosses. Die Bücherei und der Bürgerladen sind am Samstag und Sonntag geöffnet.
Änderungen vorbehalten!

Zukunft gestalten statt Wohlstand verwalten!

Erklärung von Ministerpräsident Seehofer in „Kompass“

„Wir leben über unsere Verhältnisse!“ Ministerpräsident Horst Seehofer meint damit nicht etwa die Minister seiner Regierung, sondern den Status der Deutschen in Europa. Der Kontinent stellt heute sieben Prozent der Weltbevölkerung. In ihm vollzieht sich ein Viertel der globalen witschaftlichen Produktion. Andererseits aber steht Europa für die Hälte aller Sozialausgaben weltweit.

Innovativ steht Europa längst nicht mehr an der Spitze in der Welt. Seehofer verweist in seinem Beitrag für „Kompass“, der Mitgliederzeitung des Wirtschaftsbeirats Bayern,  darauf, dass heute nicht einmal mehr jedes fünfte Patent weltweit in Europa angemeldet wird. Daraus folgert er: „Wir müssen jungrig bleiben und ausgetretene Pfade verlassen.“ Er zitiert den Tesla-Gründer Elon Musk (ein Pionier des Elektroautos in den USA): „Man sollte so schnell mit Innoövationen sein, dass man seine früheren Patente selbst entwertet.“ Seehofer sagt,, eine Politik zu machen, die über den Egoismus der Ggenwrt hinaus geht, gehört zur bayerischen DNA.

Wie der MP verspricht: „Wir werden zum 1. Januar 2017 die kalte Progression im Steuerrrecht angehen!“ Bleibt zu hoffen, dass es nicht nur bei der Ankündigung bleibt. Versprochen worden ist die Beseitigung der steuerlichen Ungerechtigkeit schließlich schon von allen, aber getan hat sich bisher nichts. Das ist vor allem für die Sozialdemokraten ein schlechtes Zeugnis.

Seehofer hat erkannt: Die Kostenschere beid en Strompreisen geht immer stärker auseinander. In Deutschland registrieren wir steigende Strompreise, in den USA kommt es infolge des Fracking-Booms zu sinkenden Energiekosten.  Und er sagt: „Wenn Siemens sein Energiegeschäft jetzt von Amerika aus steuert und Wacker für eine Milliarde Dollar ein neues Werk in Tennnessee baut, dann sind das eindeutigen Warnsignale.“

Als „ökonomisch und sozial verantwortlich“ bezeichnet Seehofer seine Energieplitik. schon heute würden rund 35 Prozent des bayerischen Bruttostromverbrauchs aus regenerativen Energien gedeckt. Bis 20121 wolle der Freistaat 50 Prozent erneuerbare Energien erreichen.