„Echt Brombachseer BergKirsch“ als Dessertwein und „Brombachseer Boskoop“ als Most

Regionalmanager Dieter Popp setzt seine guten Ideen um

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Regionalmanager Dieter Popp mit Evi Zottmann-Reichard amüsieren sich köstlich – so köstlich ist auch der „Echt BrombachseerBergKirsch“, der vor ihnen in den dunklen Flaschen steht. In den hellen ist der „BergMost“ abgefüllt.

32 Kirschsorten gibt es in der Region, 21 davon sind alte Sorten. Der „Hedelfinger“, „Schneiders Kracher“ oder die „Schwarze Groll“ sind die bekanntesten von ihnen. Die Verbraucher kennen sie aber kaum. Das kann sich jetzt ändern, denn der „Brombachseer BergKirsch“, die schon testweise im letzten Jahr produziert wurde, geht heuer in den Handel. 4200 Flaschen (0,3 Liter) wurden in der Kalbensteinberger Genossenschaftsbrennerei produziert. Daneben gibt es heuer erstmals den „Brombachseer Boskoop“, einen veredelten Apfelmost.
Der Haundorfer Dieter Popp, Chef der „Futour Regionalberatung“ und frühere Regionalmanager des Landkreises, ist der geistige Vater der Produkte. Ihm kommt das Verdienst zu, aus vielen guten Ideen, die seit Jahren diskutiert werden, ein vermarktungsfähige Produkte entwickelt zu haben. Seine Partnerin ist die Brenereigenossenschaft in Kalbensteinberg, vertreten durch Evi Zottmann-Reichard, der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins im Kirschendorf.
Der Kirschsherry „Schwarze Groll“ in der stylischen Flasche war im letzten Jahr schon ein Hit. „In nur zwölf Tagen habe ich die 900 Flaschen an ausgewählte Geschäfte verkaufen können“, sagt Dieter Popp ganz euphorisch. 2013 war für ihn die Testphase, heuer steigt er voll ein. 1500 Liter wurden in Kalbensteinberg produziert. Vertrieben wird der „BergKirsch“ mit seinem einzigartigen Aroma und 15 Prozent Alkoholgehalt fast ausschließlich über den Getränkegroßhandel oder direkt über die Genossenschaftsbrennerei.

Über viele Jahrzehnte haben die Kirschenbauern aus dem Kalbensteinberger Land ihre Top-Früchte täglich nach Igensdorf (Oberfranken) gekarrt, um sie dort im großen Stil vermarkten zu lassen. Inzwischen aber wollen die Igensdorfer die Kalber Früchte nicht mehr. Es heißt, die alten Sorten ließen sich nur mehr schlecht vermarkten. Von den 32 Sorten, die heute angepflanzt werden, sind 21 zu den alten zu rechnen. Ihre Hochstämme sind noch immer charakteristisch für die rund 250 Hektar große Kirschenregion. Die „Profis“ aber wollen zunehmend ernteleichte Halbstämme.
Wie gut, dass Dieter Popp die Chance für die hiesigen Kirschenanbauer erkannt hat, die sich durch die Igensdorfer Weigerung bietet. Er hat neue Qualitätskriterien geschaffen und dazu den Markennamen „Echt Brombachseer“ schützen lassen. Die Früchte für das exklusive Produkt dürfen nur aus den Orten Kalbensteinberg, Igelsbach, Absberg, Fünfbronn, Hagsbronn, Stockheim, Schnittling, Keilberg, Großweingarten, Stirn, Enderndorf am See, Wernfels, Massenbach, Güsseldorf, Mosbach und Spalt kommen. Die Vertriebsgenossenschaft bilden die Gemeinden Spalt und Absberg mit fünf Vereinen aus Kalbensteinberg, Wernfels, Großweingarten Absberg und Spalt.
Bergkirschfest 2592x3872Ergänzend zum Kirsch-Sherry präsentieren Popp und die Kalbensteinberger Obstverwerter heuer den „Brombachseer Boskoop 2013“. Er wird als ein Produkt der „Fränkischen Moststraße“ vermarktet, an der entlang es bisher überhaupt keinen Apfelmost zu kaufen gab. „Wir wollen unser Streuobstwiesen erhalten und haben jetzt mit dieser Spezialität eine weitere Nische, mit der wir mehr Wertschöpfung für die Region erzielen können“, sagt Evi Zottmann-Reichard. Vom Apfelmost mit 7,1 Prozent Alkohol wurden 500 Flaschen (0,75 Liter) abgefüllt. Sie kommen allerdings nicht in den Handel, sondern werden nur an die Gastronomie geliefert oder sind in Kalbensteinberg erhältlich. Popp preist das regionale Produkt als „idealen Durstlöscher und anregenden Begleiter der altmühlfrankischen Küche“ an. Er glaubt, dass der Most für die vielfach aus dem Württembergischen kommenden Urlaubsgäste ein attraktives Getränkeangebot ist, zumal die Schwaben zum Most als ihr einheimisches Getränke eine besondere Liebesbeziehung haben. Der frühere Regionalmanager, der auch den Markennamen „altmühlfranken“ initiiert hat, will jedenfalls noch weiter experimentieren. Bald soll es auch einen 12-prozentigen Apfel- und Pflaumendessertwein geben.

 

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